Traumafolgestörungen

Wesentliche Einfluss- oder Entstehungsfaktoren für zahlreiche psychische Erkrankungen und Symptome sind oftmals traumatische, massiv belastende Ereignisse in der Vorgeschichte eines Patienten. Situationen, die mit Hilflosigkeit, Angst, Gewalterfahrung, Kontrollverlust oder Scham einhergingen, können in manchen Fällen zu einer nachhaltigen Veränderung im Selbsterleben eines Menschen, und in Folge zu einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) führen.

Typische Kennzeichen von traumabedingten Störungen sind ein unfreiwilliges Wiedererleben der Ereignisse in Form von Intrusionen (Erinnerungen, Wahrnehmungen, Körperempfindungen, Gedanken), Albträumen oder durch sogenannte Triggerreize ausgelöste Flash-backs (Wiedererleben des Ereignisses im Hier und Jetzt). Vermeidungsverhalten in vielen Situationen mit Rückzug, Entfremdungserleben und teilweisen Amnesien (Erinnerungslücken) können ebenso wie Schlafstörungen, Reizbarkeit und Schreckhaftigkeit in der Folge auftreten.

Dauern solche Symptome länger an und bewirken dabei deutliche Beeinträchtigungen in privaten, sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen Lebensbereichen sollte professionelle Hilfe aufgesucht werden. Nur so kann eine Chronifizierung oder das Auftreten weiterer Störungen, die sich als komorbide Störungen häufig finden, möglichst vermieden werden.

Besonders häufig treten in der Folge Depressionen, Angsterkrankungen, Suchterkrankungen sowie verschiedene psychosomatische Beschwerden im Bereich vieler Organsysteme und dissoziative Störungen auf.

Da die Oberbergkliniken bei den oben genannten Erkrankungen einen Behandlungsschwerpunkt haben und unsere Patienten in der Therapie immer wieder Unterstützung bei der Verarbeitung ihrer traumatischen Erlebnisse benötigen, haben wir uns – speziell in der Oberbergklinik Schwarzwald – dieser Thematik verstärkt angenommen.