Atemnot schränkt regelmäßig das Leben vieler Menschen in Deutschland ein. Die meisten glauben es wäre ein rein körperliches Problem, dabei können die Ursachen für Kurzatmigkeit und Luftknappheit allerdings auch in einer psychischen Erkrankung liegen.

Welche Auswirkungen hat die Corona-Pandemie auf Menschen mit Atemnot?

Die Pandemie hat bei vielen Menschen in der Gesellschaft zu gesteigerter Anspannung geführt und viele Menschen haben vor einer möglichen Infektion mit dem Virus Angst. Da sich das COVID-19 Virus vorrangig in der Lunge ansiedelt und Beschwerden wie Luftknappheit und trockenen Husten hervorbringt sind Menschen mit bereits bestehenden Lungenerkrankungen besonders gefährdet. Menschen die häufig an Atemnot, Luftknappheit oder Lufthunger leiden oder in der Vergangenheit eine schwere Erkrankung der Atemwege erlebt haben haben also durchaus Grund zur Sorge.

 

Diese Angst kann allerdings bei Menschen mit psychisch bedingter Atemnot zu einer erheblichen Verschlimmerung der Symptome führen. Da sich hinter psychosomatischer Atemnot oft Angst- und Panikstörungen verbergen entsteht durch die Corona-Pandemie eine Situation in der die Ängste die Atemnot verschlimmern. Sollten Sie unter Atemnot leiden und  das Gefühl haben dass ihre Symptome in der Corona-Pandemie ohne eine nachweisliche Infektion mit dem Virus verschlimmert haben, wenden Sie sich umgehend an einen Arzt der Sie dazu beraten kann.

 

In den Oberberg Fachkliniken haben wir auf Grund der Pandemie Präventiv- und Verhaltensmaßnahmen eingeführt um unsere Patienten sowohl als auch das Personal zu schützen. Mehr zu diesen Maßnahmen erfahren Sie hier.

Symptome und Beschwerden Wie erkennen Sie, dass ihre Atemnot psychisch bedingt ist?

Wenn  Sie „aus heiterem Himmel“ in Ruhe oder bei geringer körperlicher  Belastung, z.B. beim Treppensteigen, keine Luft mehr bekommen und verstärkt husten müssen, kann die  Verwirrung groß sein woher diese Probleme auf einmal kommen. Besonders  wenn keine physische Erkrankung der Lungen festgestellt werden kann sind  Betroffene oft ratlos wo die Ursachen für die plötzliche Atemnot liegen  und was man dagegen tun kann. Dabei kann dies lediglich ein Symptom  einer psychischen Belastung – wie z.B. Angststörungen oder dauerhaftem  Stress – sein.

Bilde ich mir das alles nur ein?

Bei  geringer Belastung plötzlich keine Luft mehr zu bekommen ist ein  erschreckendes Erlebnis. Betroffene haben das Gefühl selbst bei geringer  Belastung beim atmen keine bzw. nicht genügend Luft bekommen.  Zusätzlich dazu können auch Symptome wie Husten, Herzrasen, Schmerzen in  der Brust oder Schwindelgefühle auftreten. Dadurch können schnell  Erstickungs- und Todesängste entstehen.

Wenn keine körperlichen Ursachen festgestellt werden können kommt schnell der Gedanke auf ob das Leiden nur eingebildet ist und die Atmung in Wirklichkeit ganz normal funktioniert. Atemnot (Dyspnoe) kann allerdings auch psychische Ursachen haben, weshalb Betroffene ihre Beschwerden auf keinen Fall ignorieren sollten.

Ursachen Die Ursachen einer Dyspnoe

Wenn eine Dyspnoe nicht durch körperliche Krankheiten wie Asthma oder COPD ausgelöst wird gibt es verschiedene mögliche psychologische Auslöser welche hinter den Beschwerden stecken können.

Die häufigsten Ursachen

Es gibt verschiedene psychische Erkrankungen welche Atemnöte hervorrufen können:
 

  • Angsterkrankungen können ein Auslöser für Atemnot sein. Panikstörungen, welche sich oft am Körper durch physische Symptome wie Kurzatmigkeit, Taubheits- oder Kribbelgefühle sowie Benommenheit während einer Panikattacke bemerkbar machen, können hinter den Problemen mit der Luft stecken.
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  • Dauerhafter Stress, welcher nicht richtig verarbeitet wird kann eine Vielzahl an psychosomatischen Beschwerden mit sich bringen. Der Körper kann den aufgebauten Stress nicht richtig verarbeiten, was in physischen Symptomen wie z.B. Atemnot resultiert. Der Körper versucht so übermäßigen Stress los zu werden. Immerwieder auftretende stressige Situationen können ebenfalls Auslöser für Atembeschwerden sein und deshalb müssen diese in einer Therapie konfrontiert werden.
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  • Wenn traumatische Erlebnisse über längere Zeit hinweg ignoriert werden, resultiert das für die Betroffenen oft darin später im Leben verschiedene körperliche Beschwerden zu erleiden. Diese psychische Belastung kann sich anhand einer Dyspnoe (Atemnot)  und deren üblichen Symptome wie Kurzatmigkeit und einer Knappheit an Luft bemerkbar machen.
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Was soll ich tun?

Wer häufig Atemnot verspürt der kann schnell anfangen Angst vor der Kurzatmigkeit zu entwickeln. Die Angst vor der Atemnot verursacht dabei Panik in den Patienten vor dem nächsten Anfall, was die Atemnot dadurch nur noch verschlimmert. So entsteht eine Angst vor der Angst und die Ursachen für die Luftnot werden immer dramatischer. Die plötzlichen Anfälle können Panik bei den Betroffenen verursachen und Ziel der Behandlung ist es den Patienten Methoden beizubringen, mit denen Sie ihre Angst unter Kontrolle halten können.

 

Im Rahmen der Therapie soll dem Patienten die Angst genommen werden und die Ursachen für die Dyspnoe ermittelt werden um den Patienten dabei zu helfen aus dem Kreislauf zu entkommen.

Behandlungen und Therapien Therapien bei psychosomatischer Atemnot

Um psychosomatische Atemnot behandeln zu können gibt es verschiedene Therapieansätze, welche den Patienten dabei helfen sollen sich von den psychischen Ursachen zu lösen. Diese reichen dabei von Psychotherapien bis hin zu Entspannungsverfahren. Bei einem verdacht auf psychosomatisch bedingte Atemnot muss zuerst festgestellt werden welche psychische Störung die Probleme mit der Luft auslösen. Nur so kann sichergestellt werden dass die Therapie auch erfolgreich sein wird.

 

Achtsamkeitsbasierte Therapien so wie Tiefenpsychologisch fundierte Therapien und kognitive Verhaltenstherapien helfen vor allem Menschen mit Angststörungen und Depressionen. Auch Entspannungsverfahren wie Yoga oder Biofeedback sind für die Behandlung von Dyspnoe in den Oberberg Fachkliniken unterstützend.

Eine Komplexe Behandlung

Die Behandlung der psychosomatischen Ursachen einer Dyspnoe ist nicht einfach, da sich hinter den Symptomen psychische Belastungen verbergen. Diese zu ermitteln und erfolgreich zu therapieren ist für jede Person unterschiedlich und hängt immer mit den persönlichen Erlebnissen der Person sowie den individuellen Umständen des Patient zusammen. Um die psychisch bedingten Ursachen hinter den Atemnotproblemen zu ermitteln muss eine therapetische Behandlung diese Faktoren mit berücksichtigen.

FAQ Häufig gestellte Fragen

Erschwerte Atmung kann durch eine Vielzahl an körperlichen Krankheiten wie zum Beispiel COPD, Lungenembolie, Asthma, Allergien oder als Nebenwirkung von Medikamenten hervorgerufen werden. Wenn diese Symptome ohne körperliche Ursachen auftreten kann die Ursache in einer psychischen Erkrankung liegen.

Atemnot, Luftknappheit und Kurzatmigkeit können Symptome verschiedener Erkrankungen sein. Zum Beispiel können diese Probleme das Resultat einer Angsterkrankung sein. In diesem Kontext tritt die Atemnot häufig in Situationen auf, welche in den Betroffenen Angst auslösen und zu Panikattacken führen können.

 

Stress ist ebenfalls ein weitverbreiteter Auslöser für physische Beschwerden wie Atemnot. Dieser Stress taucht entweder im Alltag in stressigen Situationen auf oder er staut sich über einen langen Zeitraum hinweg an. Hierbei versucht der Körper den aufgebauten Stress so loszuwerden und das äußert sich in Beschwerden wie Atemnot und Luftknappheit.

 

Auch traumatische Erlebnisse können die Ursache für körperliche Erkrankungen sein, wenn diese nicht richtig verarbeitet werden.

Um psychosomatische Atemnot behandeln zu können muss zunächst geklärt werden was die Ursache für die Luftnot ist. Damit die psychotherapeutische Behandlung die Atembeschwerden beseitigen kann muss der Patient zusammen mit den Therapeuten die psychischen Ursachen konfrontieren.

 

Wenn Sie oder ihr beratender Arzt der Meinung sind, dass zur Linderung ihrer Atemprobleme eine psychotherapeutische Betreuung mithilfe von Ärzten und Therapeuten die richtige Wahl ist, erfahren Sie in den Oberberg Fachkliniken professionelle Unterstützung. Die Arbeit in den Oberberg Fachkliniken basiert auf einem ganzheitlichen und evidenzbasierten Therapieansatz. Hierbei wird das Leben, das Umfeld und die Krankheitshistorie jedes Menschen in der Therapie berücksichtigt.

 

Die Therapie in einer Oberberg Fachklinik verfolgt dabei drei Ziele, „Remission“ „Recovery“ „Resilienz“.

Bei Remission soll eine Reduzierung der Symptome erreicht werden. Dem Patienten soll dabei geholfen werden dass die Atemnot weniger häufig auftritt und eine optimistischen Einstellung entwickeln.

 

In der Phase der Recovery soll der Mensch bei der Rückkehr in den Alltag unterstützt werden damit er sich seinen alltäglichen Herausforderungen stellen kann. Außerdem soll das

Bewusstsein gegenüber der eigenen Psyche verstärkt werden.

 

Resilienz bezeichnet die innere Wiederstandfähigkeit des Menschen. Diese soll durch die Therapie gestärkt werden damit die Gefahr für einen Rückfall deutlich reduziert wird.

Die Behandlung von psychosomatischer Atemnot Wirksame Therapien in heilsamer Umgebung

Menschen, die an psychosomatischer Atemnot leiden, erhalten in den Oberberg Fachkliniken passende und effiziente Therapieangebote.

Ansprechpartner Sie können sich jederzeit an uns wenden – vertrauensvoll und diskret

Sie möchten mehr Informationen zu unserem therapeutischen Behandlungsangebot bei Angststörungen, zur Ausstattung in den Kliniken oder zum Tagesablauf in einer Klinik erhalten? Dann würden wir uns freuen, wenn Sie mit uns persönlichen Kontakt unter der Telefonnummer 0800 5577330 (gebührenfrei) aufnehmen. Außerhalb Deutschlands wählen Sie bitte +49 30 20867301-0. Wenn Sie einen Rückruf für ein persönliches Gespräch vereinbaren möchten, füllen Sie bitte das Kontaktformular aus. Wir werden uns dann schnellstmöglich bei Ihnen melden.

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