Selbsttest Zwangsstörung

Bin ich von einer Zwangsstörung betroffen?

Die folgenden fünf diagnostischen Screeningfragen können erste Hinweise für das Vorliegen einer Zwangsstörung liefern:

  1. Waschen oder putzen Sie sehr viel?
  2. Kontrollieren Sie sehr viel?
  3. Haben Sie quälende Gedanken, die Sie loswerden möchten, aber nicht können?
  4. Brauchen Sie für Alltagstätigkeiten sehr lange?
  5. Machen Sie sich Gedanken um Ordnung oder Symmetrie?

Können Sie eine der Fragen mit ja beantworten und liegt dadurch gleichzeitig eine erhebliche Beeinträchtigung im Alltag vor, sollten Sie Ihren Hausarzt, einen Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie oder Psychologischen Psychotherapeuten um Rat fragen. Es könnte bei Ihnen eine Zwangsstörung vorliegen, allerdings sollten Sie dabei beachten, dass die Screeningfragen extra so formuliert sind, dass mehr Menschen ein positives Ergebnis erzielen als tatsächlich von einer Zwangserkrankung betroffen sind. Dabei ist zu beachten, dass nicht jeder, der häufiger mal elektrische Geräte kontrolliert, gleich unter einer Zwangsstörung leidet. Die Symptomatik (inklusive gedanklicher Symptome und Handlungen) sollte mindestens über eine Stunde am Tag und über eine längere Zeit vorhanden sein.

Wann Sie zu einem Arzt gehen sollten

Es besteht ein Unterschied, ob Sie ein Perfektionist sind – beispielsweise jemand, der fehlerlose Ergebnisse oder Leistungen verlangt – oder eine Zwangsstörung haben. Zwangsgedanken sind auch nicht einfach exzessive Sorgen über reale Probleme des Lebens oder darüber mehrere Dinge sauber und in einer spezifischen Weise arrangiert haben zu wollen. Wenn Zwangsgedanken und Zwangshandlungen die Lebensqualität beeinträchtigen, sollte ein Arzt oder Psychotherapeut des Vertrauens aufgesucht werden.