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Die Oberberg Kliniken verbinden moderne, wissenschaftlich fundierte Therapien in hoher Intensität und Individualität in den Bereichen Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie mit einer persönlichen Atmosphäre – und das über alle Standorte hinweg.

 

Die Oberberg Kliniken sind der führende Qualitätsverbund privater Fach- und Tageskliniken im Bereich Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Deutschland. Wir begleiten Menschen in seelischen Krisensituationen und unterstützen sie auf ihrem Weg zurück in ihr gewohntes Leben. Menschlichkeit, Verbundenheit und Evidenz – diese Grundsätze bilden die drei Säulen unseres Unternehmens. Unsere Klinikteams arbeiten fachübergreifend und in enger Kooperation zwischen den einzelnen Standorten. So stellen wir die hohe Qualität in der Beziehung zwischen Patienten und Therapeuten sicher – menschlich und professionell.

 

Für unsere therapeutische Arbeit haben wir einen eigenen Qualitätsstandard entwickelt, der sich aus unserem Anspruch ergibt, alle unsere Patienten individuell, intensiv und mit innovativen Therapieverfahren zu behandeln.

Geschäftsführung Die Geschäftsführung der Oberberg Gruppe

Dr. phil. Maren Kentgens

Seit März 2023 als operative Geschäftsführerin (COO) für die Oberberg GmbH tätig. Sie ist verantwortlich für die Bereiche Patienten- und Qualitätsmanagement, Marketing, Vertrieb und Pressearbeit, sowie die Weiter- und Neuentwicklung von Behandlungsangeboten innerhalb der gesamten Klinikgruppe.

Dr. med. Matthias Janta

Seit Dezember 2023 Geschäftsführer / CEO der Oberberg GmbH.  Als Arzt und Health Care Manager besitzt er mehr als 15 Jahren Erfahrung im Gesundheitswesen.

Karte Fach- und Tageskliniken

Fachkliniken

Oberberg Fachklinik Schwarzwald

Behandlungsschwerpunkte

  • Zwangsstörungen
  • affektiven Störungen
  • Traumafolgestörungen (inkl. IRRT)
  • Abhängigkeitserkrankungen

Besonderheit

  • Vielzahl junger Patienten und Patientinnen
  • Behandlung von Ärzten mit psychischen Erkrankungen; rund 20% der Patienten und Patientinnen sind dieser Gruppe zuzuordnen

Oberberg Fachklinik Weserbergland

Behandlungsschwerpunkte

  • Schlafstörungen inkl. Polysomnographie
  • Chronische Depression u.a. rTMS und innovativen medikamentösen Ansätzen

Besonderheit

  • voll- und teilstationäre Behandlung
  • Ärzte und Lehrer Gesundheit
  • tiergestützte Therapie

Oberberg Fachklinik Berlin Brandenburg

Behandlungsschwerpunkte

  • Stress- und Traumafolgestörungen
  • Schlafstörungen inkl. Polysomnographie
  • Suchterkrankungen (v.a. Alkohol)
  • Persönlichkeitsstörungen

Besonderheit

  • Ärzte und Lehrer Gesundheit
  • Somnologe vor Ort zur Diagnostik und Behandlung von Schlafstörungen

Oberberg Somnia Fachklinik Köln Hürth

Behandlungsschwerpunkte

  • Affektive Störungen
  • Angststörungen
  • Zwangsstörungen
  • Traumafolgestörungen

Besonderheit

  • rTMS und schlafmedizinische Diagnostik in Kooperation mit externen Experten
  • Gruppenangebot für ältere Patienten mit Depressionen

Oberberg Fachklinik Düsseldorf Kaarst

Behandlungsschwerpunkte

  • Persönlichkeitsstörungen
  • Chronische Depression
  • Menschen im höheren Lebensalter

Besonderheit

  • In Zusammenarbeit mit der Fachklinik Wasserschlösschen werden Adoleszente behandelt
  • Neuropsychiatrische Schnittstelle mit rTMS und innovativen medikamentösen Behandlungsansätzen

Oberberg Fachklinik Rhein-Jura

Behandlungsschwerpunkte

  • Angststörungen
  • Traumafolgestörungen
  • Affektive Störungen inkl. chronischer Depression
  • Suchterkrankungen

Besonderheit

  • Programm der Psychodiabetologie (internistische Fachärzte vor Ort)
  • Bereich für Adoleszente
  • Patienten können ihre Haustiere zur Behandlung mitbringen

Oberberg Parkklinik Wiesbaden Schlangenbad

Behandlungsschwerpunkte

  • Affektive Störungen
  • Zwangsstörungen
  • Stress- und Traumafolgestörungen

Besonderheit

  • Behandlung von Patienten mit psychischen Erkrankungen im (Leistungs- und Spitzen-) Sport
  • fundiertes Behandlungskonzept für Adoleszente mit Borderline Persönlichkeitsstörung oder ADHS

Oberberg Fachklinik Scheidegg im Allgäu

Behandlungsschwerpunkte

  • Affektive Störungen
  • Angststörungen
  • Traumafolgestörungen

Besonderheit

  • „Gemischte Anstalt“: sowohl Psychosomatik nach §30 GewO als auch Rehabilitationseinrichtung nach §111 SGB V
  • naturheilkundlicher Ansatz als Ergänzung

Privatklinik Friedenweiler

Behandlungsschwerpunkte

  • Affektive Störungen
  • Autismus
  • ADHS
  • Traumafolgestörungen und dissoziative Störungen

Besonderheit

  • Ausführliche Diagnostik für Hochbegabte inkl. IQ-Testung

Oberberg Fachklinik Bad Tölz

Behandlungsschwerpunkte

  • Lehrer:innen und andere Verbeamtete
  • Schmerztherapie

Besonderheit

  • Methoden aus dem Embodiment werden angewendet

Oberberg Fachklinik Potsdam

Behandlungsschwerpunkte

  • Essstörungen
  • Suchterkrankungen
  • Affektive Störungen

Besonderheit

  • Fokus auf 3. Welle Verfahren der Verhaltenstherapie, wie ACT und CBASP

Marianowicz Medizin – Privatklinik Jägerwinkel am Tegernsee

Behandlungsschwerpunkte

  • Affektive Störungen, Erschöpfungssyndrom
  • Traumafolgestörungen
  • Schmerzstörungen

Besonderheit

  • „Gemischte Anstalt“: sowohl Psychosomatik nach §30 GewO als auch Rehabilitationseinrichtung nach §111 SGB V
  • Interdisziplinäre Ausrichtung (internistisch, orthopädisch, psychosomatisch)

NESCURE® Privatklinik am See

Behandlungsschwerpunkte

  • Alkoholabhängigkeit
  • Entzugsbehandlung mit begleitendem Therapieangebot bei Burn-Out und Depressionen

Besonderheit

  • Festes 23 Tage dauerndes Programm in einer festen Gruppe
  • Neuro-Elektrische-Stimulation (NES) kommt zum Einsatz
  • TCM-Verfahren werden angewendet

Klinik Windach

Behandlungsschwerpunkte

  • Zwangsstörungen
  • Angststörungen
  • Psychogene Schmerzsyndrome

Besonderheit

  • Die einzige Klinik der Gruppe, die als Plankrankenhaus nach §108 SGB V zugelassen ist
  • Zu ihr gehören noch die Tagesklinik München Westend und das MVZ München

Fachkliniken für Kinder und Jugendliche

Oberberg Fachklinik Wasserschlösschen

Behandlungsschwerpunkte

  • Störung der Emotionsregulation
  • Autismus
  • ADHS
  • Sozialphobische Störungen

Besonderheit

  • DBT-Klinik Zertifizierung
  • Schwerpunkt auf Interpersonelle Psychotherapie (IPT)
  • VR-basierte Therapiemethode neomento© wird angeboten

Oberberg Fachklinik Konraderhof

Behandlungsschwerpunkte

  • Essstörungen
  • Schulabsentismus
  • Familientherapie

Besonderheit

  • VR-basierte Therapiemethode neomento© wird angeboten
  • Hochfrequente ambulante Nachsorge (HaNso)

Oberberg Fachklinik Marzipanfabrik

Behandlungsschwerpunkte

  • Borderline Persönlichkeitsstörung
  • Essstörungen
  • Affektiven Störungen

Besonderheit

  • VR-basierte Therapiemethode neomento© wird angeboten
  • Anwendung des „Open Staff“ Konzepts

Oberberg Fachklinik Fasanenkiez

Behandlungsschwerpunkte

  • Essstörungen
  • Affektiven Störungen
  • ADHS

Besonderheit

  • Anwendung des „Open Staff“ Konzepts
  • Eröffnung der Klinik im Sommer 2023

Tageskliniken, MVZ

Oberberg Tagesklinik Kurfürstendamm

Behandlungsschwerpunkte

  • Affektive Störungen
  • Angststörungen
  • Stress- und Traumafolgestörungen
  • Persönlichkeitsstörungen

Besonderheit

  • enge Zusammenarbeit mit der Fachklinik Berlin Brandenburg, insbesondere bezogen auf das Thema Suchterkrankungen

Oberberg Tagesklinik Hamburg

Behandlungsschwerpunkte

  • Affektive Störungen
  • Angststörungen
  • Traumafolgestörungen
  • Persönlichkeitsstörungen

Besonderheit

  • enge Vernetzung zu kardiologischen Expert:innen
  • Angebot der Therapien im Einzelsetting auf Englisch, Türkisch und Spanisch

Oberberg Tagesklinik München Bogenhausen

Behandlungsschwerpunkte

  • Angststörungen
  • Affektive Störungen im speziellen
  • Unipolare Depression

Besonderheit

  • intensives Gruppensetting
  • transdiagnostischer Ansatz insbesondere mit Schematherapie

Oberberg Tagesklinik Frankfurt (Main)

Behandlungsschwerpunkte

  • Affektive Störungen
  • Zwangsstörungen
  • Traumafolgestörungen
  • ADHS

Besonderheit

  • Sportpsychiatrie
  • enge Zusammenarbeit mit einer ADHS-Schwerpunktpraxis

Oberberg Tagesklinik Essen

Behandlungsschwerpunkte

  • Affektive Störungen
  • Zwangsstörungen
  • Erschöpfungssyndrom

Besonderheit

  • Anwendung von achtsamkeitsbasierten Therapiemethoden

Zentrum Isartal am Kloster Schäftlern

Behandlungsschwerpunkte

  • Affektive Störungen
  • Lebenskrisen
  • Angsterkrankungen
  • Persönlichkeitsstörungen

Besonderheit

  • Zugang zu kirchlichen Organisationen
  • Coaching Veranstaltungen für Unternehmen

Oberberg Tagesklinik Hannover

Behandlungsschwerpunkte

  • Affektive Störungen
  • Lebenskrisen
  • Angsterkrankungen
  • psychische Erkrankungen im Wochenbett

Besonderheit

  • Anwendung von Interventionen aus dem Bereich der
  • Naturheilverfahren

Oberberg Tagesklinik Bremen

Behandlungsschwerpunkte

  • Angsterkrankungen
  • Somatoforme Störungen
  • Stressfolgeerkrankungen

Besonderheit

  • Anwendung von achtsamkeitsbasierten Verfahren
  • Behandlung von Patient:innen mit Long- oder Post COVID-Syndrom

Oberberg Tagesklinik Bonn

Behandlungsschwerpunkte

  • Affektive Störungen
  • Essstörungen
  • Somatoforme Störungen
  • Persönlichkeitsstörungen

Besonderheit

  • Fokus auf Ernährungsmedizin
  • Schematherapie

Oberberg Tagesklinik Freiburg am Lorettoberg für Kinder und Jugendliche

Behandlungsschwerpunkte

  • Affektive Störungen
  • Traumafolgestörungen
  • Somatoforme Störungen

Besonderheit

  • Anwendung des „Open Staff“ Konzepts
  • Anwendung von 3. Welle Verfahren der Verhaltenstherapie

Tagesklinik München Westend

Behandlungsschwerpunkte

  • Zwangsstörungen
  • Affektive Störungen
  • Erschöpfungssyndrom

Besonderheit

  • zur Klinik Windach zugehörig
  • Behandlung von Adoleszenten
  • psychische Gesundheit im Zusammenhang mit dem Berufsleben

MVZ Psychotherapie Westend

Behandlungsschwerpunkte

  • alle psychischen Erkrankungen

Besonderheit

  • zur Klinik Windach zugehörig
  • Behandlung nach den Richtlinien der Verhaltstherapie
  • aktuell ist aufgrund der hohen Auslastung nur die Behandlung von GKV-Versicherten möglich

Behandlungskonzept Allgemeines Behandlungskonzept:

In den Oberberg Kliniken unterstützen wir Menschen in schwierigen seelischen und psychischen Krisensituationen. Wir behandeln Menschen mit unterschiedlichen psychischen Erkrankungen – von A wie ADHS bis Z wie Zwangsstörung.

 

Zu einer erfolgreichen Therapie gehören mehrere Bausteine: Für unsere Patient:innen kombinieren wir je nach Bedarf bewährte und innovative psychotherapeutische Verfahren, Pharmakotherapie und weitere biologische Therapieverfahren, Entspannungsverfahren und verschiedene Behandlungsmethoden, wie beispielsweise bewegungs- und kreativ-therapeutische Ansätze.

 

Menschlichkeit, Verbundenheit und Evidenz – diese Werte dienen uns als Leitlinie für das Erreichen individueller Therapieziele. Zunächst definieren wir mit unseren Patient:innen (und, wenn gewünscht oder indiziert, auch gemeinsam mit ihren Angehörigen) realistische Ziele. Zusammen finden wir heraus, was wir gemeinsam erreichen können.

 

Therapieziele lassen sich dabei grundsätzlich in drei Bereiche unterteilen:

 

  • Remission – Reduzierung der Symptome
  • Recovery – zurück in ein normales Leben
  • Resilienz – die innere Widerstandskraft stärken

 

Unser Therapieerfolg basiert auf drei Komponenten, die immer individuell zu einer aufeinander abgestimmten Therapieeinheit vereint werden: Mensch, Wissenschaft und Atmosphäre. Nur wenn alle drei Komponenten perfekt aufeinander abgestimmt sind, ist die Grundvoraussetzung für den Therapieerfolg gegeben.

 

Über unser Scientific Board, das sich aus namhaften Mediziner:innen und weiteren Wissenschaftler:innen zusammensetzt, besteht ein enger Kontakt zu deutschen und internationalen Universitätskliniken und Forschungseinrichtungen. Das Scientific Board bündelt den aktuellen Forschungsstand, berät in relevanten medizinischen und psychotherapeutischen Aspekten und unterstützt das hohe medizinisch-therapeutische Qualitätsniveau in allen Kliniken der Oberberg Gruppe.

 

Auf den folgenden Seiten wollen wir Ihnen gerne einige unserer einzigartigen und innovativen Behandlungskonzepte genauer vorstellen.

Hochfrequente ambulante Nachsorge Hochfrequente ambulante Nachsorge (HaNso)

Mit der Hochfrequenten ambulanten Nachsorge (HaNso) bietet die Oberberg Fachklinik Konraderhof in Köln Hürth eine kombinierte tagesklinische-stationsäquivalente Behandlung für Kinder und Jugendliche mit Essstörungen an, die sowohl im häuslichen Umfeld der Patient:innen als auch in den Klinikräumen stattfindet.

 

Die Patient:innen werden in der Regel zunächst je nach Schweregrad der Erkrankung intensiv vollstationär behandelt. Unser Behandlungskonzept sieht im Verlauf eine schrittweise Überführung der Patient:innen in die stationsersetzende hochfrequente ambulante Nachsorge vor, um insbesondere eine schnelle Reintegration in das häusliche Umfeld zu ermöglichen.

 

HaNso wird zunächst für insgesamt 12 Wochen geplant. Es erfolgt zunächst drei- bis viermal wöchentlich eine intensive Behandlung in der Tagesklinik und im häuslichen Umfeld zusammen mit den Bezugspersonen. In den folgenden Wochen reduziert sich je nach Verlauf die Behandlungsintensität. Die gesamte Behandlung erfolgt unter fachärztlicher Leitung durch unser multiprofessionelles Team aus Psycholog:innen, Ärzt:innen, Fachtherapeut:innen, Mitarbeitenden des Pflegedienstes und Ernährungsberater:innen.

 

Die Grundlage für diese Behandlungsform im häuslichen Umfeld bildet das Gesetz zur Weiterentwicklung der Versorgung und der Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen (PsychVVG) mit der Änderung des §39 SGB V und der Neuschaffung des §115d SGB V (Möglichkeit einer stationsäquivalenten psychiatri- schen Behandlung (StäB), welches diese neue Form der stationären Krankenhausbehandlung in Krankenhäusern rechtlich nach §108 SGB V ermöglicht.

 

Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es fast ausschließlich in Häusern nach §108 SGB V StäB Angebote. Mit unserem hoch spezialisierten Behandlungsprogramm sind wir im Privatklinikbereich, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, hiermit Vorreiter.

TK@Home TK@Home

Auch im Bereich der Erwachsenenpsychiatrie planen wir mit TK@Home aktuell in der Oberberg Tagesklinik Hannover ein ähnliches Modell wie HaNso, welches eine flexible Erweiterung des tagesklinischen Behandlungskonzeptes vorsieht und Ende 2023 beginnen wird. Die TK@Home Behandlung ist als eine gleichwertige Behandlung zur Tagesklinik angelegt. Auch von zuhause erhalten die Patient:innen Zugang zu einem komplexen Therapieprogramm mit verschiedenen Gruppen- und Einzeltherapien, erbracht durch ein multiprofessionelles Behandlungsteam, welches den oben genannten Ausführungen weitgehend entspricht. Ob das komplette Behandlungsangebot von Patient:innen genutzt werden kann, hängt von der jeweiligen Lebens-/Behandlungssituation ab.

 

Patient:innen haben die Möglichkeit , bis zu 4-5 x wöchentlich von zuhause aus an dem Therapieprogramm teilzunehmen. Die üblichen Einzeltherapien (Psycho- oder Fachtherapien) werden persönlich, durch Besuch der jeweiligen Therapeut:innen bei den Patient:innen zuhause stattfinden, an vielen Gruppen kann mittels einer Videoschaltung teilgenommen werden.

 

Je nach Indikation können Patient:innen mit einer überwiegend aufsuchenden Behandlung starten und schrittweise in ein volles tagesklinisches Behandlungsprogramm integriert werden, Patient:innen können eine komplette Behandlung überwiegend von zuhause aus wahrnehmen oder im Laufe einer Behandlung einzelne Behandlungstage zuhause z. B. zu Übungszwecken wahrnehmen. Über die Oberberg Fachklinik Weserbergland und die lokalen Versorgungskliniken besteht immer die Möglichkeit einer vollstationären Behandlung bei einer Verschlechterung der psychischen Verfassung.

Behandlungsangebot Vor- und nachstationäres Behandlungsangebot

Die Tages- und Fachkliniken der Oberberg Gruppe bieten neben der (teil)stationären Behandlung ergänzende vor- und nachstationäre Leistungen an. Vorstationäre Leistungen dienen der Vorbereitung auf eine (teil)stationäre Behandlung bzw. auch als Überbrückung, wenn die (teil)stationäre Behandlung nicht sofort beginnen kann.

 

Nachstationäre Leistungen dienen der Sicherung des Behandlungserfolges der vorangegangenen Behandlung oder werden als Überbrückung angeboten bis beispielsweise eine regelmäßige ambulante Nachbehandlung gewährleistet ist. Vor- und nachstationäre Leistungen werden nach GOÄ abgerechnet.

Ambulanzen Ambulante Leistungen der Klinikambulanzen

Zum aktuellen Zeitpunkt erbringen einige Tageskliniken der Oberberg Gruppe ambulante Leistungen, in Form von Spezialsprechstunden oder kurzen ambulanten fachärztlichen Kontakten. Das Angebot wird zukünftig weiter ausgebaut, um der erhöhten Nachfrage nach intensiv ambulanten Leistungen innerhalb der Bevölkerung nachzukommen. Ziel dieser Erweiterung ist es außerdem die individuellen Lebensumstände und Bedürfnisse der Menschen besser abzubilden und so zum Beispiel die Arbeitsfähigkeit zu erhalten oder besondere familiäre Situationen und Verpflichtungen berücksichtigen zu können, bei denen eine (teil)stationäre Behandlung nicht möglich wäre. Zum aktuellen Zeitpunkt entwickeln wir ein Konzept und möchten noch 2023 mit dem Angebot in unseren Tageskliniken beginnen.

Open Staff Open Staff

„Open Staff“ ist ein innovatives und neues Konzept, welches durch den ärztlichen Direktor der Oberberg Fachklinik Marzipanfabrik gemeinsam mit weiteren Expert:innen des Universitätsklinikums Hamburg Eppendorf entwickelt wurde. Open Staff bedeutet „offenes Team“ und ist als spezifische Partizipationsmethode in der Jugendarbeit oder im Bereich des Coachings als Feedback-Methode angesiedelt.

 

Zum aktuellen Zeitpunkt findet das Konzept an drei Oberberg Kliniken für Kinder und Jugendliche Anwendung (Marzipanfabrik Hamburg, Fasanenkiez Berlin und Lorettoberg Freiburg i. B.). Ziel ist es, den Kindern und Jugendlichen eine neue, maximal transparente und partizipative Behandlungsform zu ermöglichen. Durch das Konzept wird die Selbstwirksamkeit der jungen Patien:innen gestärkt. Das Verfahren gewährleistet, dass für alle Berufsgruppen, die mit den Patient:innen arbeiten, ein ganzheitliches Bild des Therapieprozesses entsteht.

 

Im Rahmen des Open Staff findet 3 x pro Woche eine offene Teamübergabe vom Früh- zum Spätdienst statt. Hierbei sitzen alle Professionen (Ärzt:innen, Pflegekräfte, (Psycho)Therapeut:innen, Erzieher:innen, Sozialarbeiter:innen, Kreativtherapeut:innen) der Klinik an einem großen Tisch im Aufenthaltsbereich der jeweiligen Station. Den Patient:innen steht es offen sich auch in dem Raum aufzuhalten und zuzuhören. Wenn das Kind/der Jugendliche an der Reihe ist, kann es sich auch mit an den Tisch setzen und so noch mehr Teil der Übergabe werden. In dieser Situation können die Patient:innen mit dem Team ins Gespräch gehen. Es werden die neusten Therapiefortschritte und Aussichten pro Patient:in besprochen. Die Teilnahme ist freiwillig und kann sowohl aktiv als auch passiv gestaltet werden, d.h. die Patient:innen können sich direkt am Tisch beteiligen oder sich nur im Raum aufhalten. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, der Übergabe nicht beizuwohnen. Wichtig ist, dass grundsätzlich alle Patient:innen der jeweiligen Station sich während des Open Staff im Aufenthaltsraum aufhalten dürfen und daher jeder auch Informationen vom anderen mitbekommt.

 

Mit Open Staff werden mehrere Ziele verfolgt:

  • Es handelt sich um eine neuartige Form des detaillierten und dennoch effizienten Informationsaustauschs innerhalb des Behandlungsteams.
  • Es schafft ein gegenseitiges Verständnis zwischen Patient:innen und Behandlungsteams.
  • Es ermöglicht eine einfachere und schnellere Koordinierung der therapeutischen Schritte innerhalb des Teams, die ansonsten eine geschlossene Übergabe mit anschließenden Einzelgesprächen mit den Patient:innen erfordern würde.
  • Die Methode ist ein innovativer Weg, um Kommunikationsbarrieren abzubauen, die Zusammenarbeit zu fördern und die therapeutischen Ergebnisse zu verbessern.
  • Sie bietet einen einzigartigen therapeutischen Multiplikationsnutzen, der über die eigentlichen therapeutischen Prozesse in einer psychiatrischen Einrichtung hinausgeht.

Diesen partizipativen und innovativen Ansatz gibt es derzeit in keiner anderen vollstationären psychiatrischen Einrichtung in Deutschland.

COGITO COGITO (App-basierte Gesundheitsanwendung)

Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf haben wir als Oberberg GmbH eine App entwickelt.

„Oberberg COGITO“ ist eine kostenfreie Selbsthilfe-App zur Stärkung der psychischen Gesundheit. Tägliche Übungen können dabei helfen, den Selbstwert zu stärken, Entspannung zu finden oder neue Perspektiven zu gewinnen. Die App unterstützt die Bearbeitung emotionaler Probleme wie Niedergeschlagenheit und Einsamkeit sowie die Durchführung von Übungen zur Verbesserung der Impulskontrolle. „Oberberg COGITO“ bietet spezifische Programmpakete für bestimmte Krankheitsbilder wie Schlafstörungen, chronische Schmerzen, Zwänge, Psychosen oder Spielsucht sowie allgemeine Übungen zur Stärkung der psychischen Widerstandskraft.

 

"Oberberg COGITO" ist kostenfrei nutzbar und steht allen Interessent:innen zum kostenlosen Download im iOS-App Store und im Android Playstore zur Verfügung. "Oberberg COGITO" eignet sich zur Überbrückung von Wartezeiten auf Therapieplätze und als alltäglicher Begleiter zur Stärkung der psychischen Gesundheit. Darüber hinaus unterstützt die App bei der Aufrechterhaltung der Therapieerfolge nach einem Klinikaufenthalt.

Download Google Play Store (für Android Geräte)

Download Apple App Store (für iOS Geräte)

neomento© neomento© (VR-Therapie)

Digitale Hilfsmittel können klassische Therapiekonzepte ergänzen. Wir bieten seit Anfang 2023 an drei Fachkliniken für Kinder und Jugendliche (Wasserschlösschen (Mönchengladbach), Konraderhof (Köln Hürth) und Marzipanfabirk (Hamburg)), Virtual Reality (VR) basierte Therapielösungen zur Behandlung von psychischen Erkrankungen an.

 

Die VR-Therapie findet im Rahmen der regulären Behandlungssitzungen einer Psychotherapie statt: Dabei wird im Behandlungszimmer selbst in die virtuelle Therapieumgebung gewechselt, indem der/die Patient:in eine spezielle VR-Brille aufsetzt. Die VR-Brille beinhaltet zwei kleine Bildschirme, mit deren Hilfe für jedes Auge ein eigenes Bild erzeugt werden kann, so dass räumliches Sehen möglich wird. Diese ist dadurch etwas größer und schwerer als eine als Sehhilfe dienende Brille, jedoch aufgrund eines gepolsterten Tragegestells komfortabel und leicht zu tragen. Die Kommunikation mit der/ dem Behandelnden kann parallel weiter stattfinden - er bleibt, während der/ die Patient:in in die virtuelle Realität eintaucht, anwesend und verfolgt das Therapiegeschehen aktiv. Dabei kann die/der Therapeut:in anhand eines Computers verschiedene Anpassungen der Inhalte vornehmen.

 

Wie lange die Therapieeinheit in der virtuellen Realität in der Sitzung stattfindet, ist von Faktoren wie dem Krankheitsbild, dem Therapiefortschritt und den Bedürfnissen der Patient:innen abhängig. Als ungefährer Zeitraum kann etwa eine Dauer von zwanzig Minuten für die Therapiezeit in der virtuellen Realität genannt werden. Eine Therapie in virtueller Realität wird bei unterschiedlichen psychischen Erkrankungen eingesetzt, beispielsweise bei Schulangst im Jugendalter oder bei einer sozialen Phobie.

Folgende seelischen Erkrankungen sind Indikationen für eine Virtual Reality-Therapie:

  • Panikstörungen
  • (spezifische) Phobien
  • verhaltensbezogene Störungen
  • Indikationen für eine Expositionstherapie
  • Bedarf an Training sozialer Kompetenzen
  • Bedarf an Training des Selbstvertrauens
  • Bedarf an Training von Alltagskonfrontationen

Generell ist ab einem Alter von etwa 12 Jahren die Nutzung virtueller Realität als Bestandteil einer Therapie möglich. Ob eine Indikation und Empfehlung für eine Virtual Reality-Therapie vorliegen, sollte individuell abgeklärt werden.

OPT Oberberg Psychometrie Testsystem (OPT)

Mit dem auf dem Programm „Status“ der Vacay GmbH basierenden, selbst entwickelten „Oberberg Psychometrie Testsystem (OPT)“ lassen sich standardisierte oder individuell auf die Patient:innen zugeschnittene psychometrische Fragebögen zusammenstellen, die von den Patient:innen per App oder Web-Interface unkompliziert ausgefüllt werden können. Die erhobenen Informationen werden datenschutzkonform erfasst, ausgewertet und stehen den behandelnden Therapeut:innen grafisch aufbereitet zur Verlaufskontrolle und Therapiesteuerung zur Verfügung.

 

Wird beispielsweise bei einer/einem Patienten:in mit einer depressiven Störung festgestellt, dass es nach einer angemessenen Zeit zu keiner Verbesserung der Symptomatik gekommen ist, kann das OPT mit dazu beitragen Faktoren zu erfassen, die ein Ansprechen auf die Behandlung ggf. beeinflussen. Durch die App können Patient:innen auch nach der Entlassung aus der Klinik weiter Daten eingeben, sowohl zur Verlaufskontrolle bis zum Beginn einer ambulanten Weiterbehandlung als auch zur Durchführung von Katamnesen (Nachuntersuchungen).

 

Das OPT ist bereits in vielen Kliniken der Oberberg Gruppe im Einsatz und hat mit mehr als 160.000 durchgeführten Erhebungen seine Einführungsphase erfolgreich abgeschlossen. Es wird flächendeckend zur Unterstützung der Behandlungsplanung und -steuerung innerhalb der Gruppe etabliert. Als Teil der digitalen Strategie der Oberberg Gruppe gehört das OPT zu einem Maßnahmenportfolio, das die Vorzüge der Digitalisierung im Sinne einer wirksamen, innovativen und zeitgemäßen Behandlung nutzbar macht.

 

Es besteht eine Kooperation mit dem Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf zur externen Qualitätssicherung.

 

Neben Standardfragebögen wie PHQ-9 oder SAPA S, sind auch Störungsspezifische Fragebögen wie BSL-23 und Y- BOCS verfügbar. Zusätzlich sind noch Fremdbeurteilungsbögen und verfahrensspezifische, transdiagnostische Fragebögen verfügbar.

 

Download der Broschüre über die Oberberg Gruppe