Es folgten einige Therapien mit mehreren stationären Aufenthalten in verschiedenen Kliniken. Anna hörte dann über ihre Hausärztin von der Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT-A) und ließ sich in der Oberberg Fachklinik Rhein-Jura behandeln.
Die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) verbindet Elemente aus Verhaltenstherapie, kognitiver Therapie sowie Gestalt- und Hypnotherapie in drei Phasen: Zunächst werden Fertigkeiten trainiert, die eine Problemlösung ermöglichen, danach folgt die Bearbeitung schwerwiegender Störungen des emotionalen Erlebens, bevor abschließend Probleme der Lebensführung angegangen werden.
Gerade weil Menschen mit Borderline-Störung ihre Gefühle oft nicht regulieren oder mitteilen können, setzt die DBT genau dort an: Sie vermittelt konkrete Skills, mit intensiven Emotionen umzugehen, statt sie durch selbstverletzendes Verhalten abzubauen.
Bei Jugendlichen kommt die speziell angepasste DBT-A zum Einsatz, die Einzel- und Gruppentherapie wie Skillstraining, Achtsamkeitsgruppe und Körpertherapie verbindet und die Familie mit einbezieht.