Ohne Schlaf könnten sich weder unser Körper noch unser Geist regenerieren. Etwa 15% der Erwachsenen in Deutschland leiden an einer von rund 80 bekannten Formen einer behandlungsbedürftigen Schlafstörungen. Schlechter Schlaf führt zu Leistungsabfall, Tagesmüdigkeit, Störungen der Aufmerksamkeit und Konzentration und zu einer gereizten Stimmung.

Symptome und Beschwerden Schlafmangel macht krank

Nicht selten verbirgt sich hinter schlechtem Schlaf leider eine psychische oder körperliche Erkrankung. Schlafstörungen sind nicht selten ein frühes Symptom oder - wenn sie unbehandelt über längere Zeit anhalten - ein wesentlicher Risikofaktor für psychische Erkrankungen (z.B. Depressionen, Angststörungen).  Bevor wir Sie über einige der Hauptfaktoren, die für die verschiedenen Ausprägungen von Schlafstörungen verantwortlich sind, informieren,  möchten wir Ihnen nachfolgend zunächst die wichtigsten Fakten zum Thema „Schlaf“ vorstellen – und wie sich Schlafstörungen auf unser tägliches Leben auswirken. 

Jeder Mensch besitzt eine individuelle Schlafdauer, die er für seine Regeneration benötigt. Nach einer Umfrage des Robert-Koch-Instituts beträgt sie durchschnittlich 7:14 Stunden – doch einen für jeden festgelegten medizinisch-wissenschaftlich optimalen Wert gibt es nicht. Von internationalen Fachgesellschaften wird eine Schlafdauer von 7 Stunden für Erwachsene empfohlen. Für die meisten Erwachsenen (auch im höheren Alter) sind 6-8 Stunden Schlafdauer mit der höchsten Lebenserwartung assoziiert. 

Unser Schlaf verläuft nicht konstant, sondern teilt sich in verschiedene Schlafphasen („Schlafzyklen“) auf, die sich in ihrer Intensität („Schlaftiefe“) stark voneinander unterscheiden. Ein erwachsener Mensch durchläuft für gewöhnlich drei bis fünf dieser Zyklen pro Nacht: 

Unser Organismus beruhigt sich, der Pulsschlag verlangsamt sich, unsere Atmung wird tiefer und die Zahl der Atemzüge pro Minute verringert sich ebenfalls. Unser Schlaf ist jetzt noch sehr oberflächlich – bereits kleinste Störungen können dafür sorgen, dass wir augenblicklich wieder „hellwach“ sind. 

Sie macht rund die Hälfte unseres Schlafs aus. Unsere Hirnaktivität ist auf niedrige Frequenzen beschränkt, das Bewusstsein ist „ausgeschaltet“. Wir schlafen mit entspannten Muskeln und praktisch ohne Augenbewegungen. 

Sie ist die wertvollste Phase unseres Schlafs, da wir uns in der Tiefschlafphase am besten körperlich und geistig regenerieren. 

REM steht für „Rapid Eye Movement“. Das heißt, wir schlafen mit geschlossenen Lidern, aber mit schnellen Augenbewegungen. Es ist die Schlafphase, in der wir am intensivsten träumen. Die Schlafforschung geht davon aus, dass unser Gehirn in der REM-Phase emotionale Sinneseindrücke und Informationen verarbeitet. Unsere Muskulatur ist schlaff, eigentlich „wie gelähmt“, doch dies ist nur eine Schutzfunktion unseres Körpers, damit wir uns im Schlaf nicht selbst verletzen können – indem wir etwa um uns treten. 

Häufig werden wir zwischen drei und vier Uhr zum ersten Mal richtig wach. Meist schlafen wir dann zwar noch einmal ein, aber der Körper bereitet sich jetzt bereits auf den neuen Tag vor. Wir werden langsam munter, unsere Körpertemperatur steigt wieder auf 37 Grad an. Wenn wir dann aufstehen, ist unser Cortisolspiegel im Blut am höchsten; dieses Stresshormon aktiviert die Stoffwechselvorgänge in unserem Körper. 

„Schlafarbeit“

Auch wenn wir prinzipiell nichts davon merken, ist unser Körper im Verlauf der Nacht und der jeweiligen Schlafphasen ununterbrochen „in Action“:  

  • Die Muskelaktivität verändert sich laufend 
  • Die Regulationssysteme unseres Organismus arbeiten ebenfalls auf Hochtouren; wie etwa das „Autonome Nervensystem“, das unsere Atmung, Kreislauf und Verdauung überwacht sowie die hormonelle Regulation und die Regulation der Körpertemperatur  
  • Zwischen all diesen biologischen Prozessen und unserer „inneren Uhr“ bestehen zahlreiche Zusammenhänge, die sich positiv auf unsere Regeneration auswirken 

Wenn der Schlaf gestört ist

In der modernen Schlafmedizin existieren rund 80 verschiedene Schlafstörungen, die diagnostisch gegeneinander abgegrenzt werden können. Durchschnittlich 15 Prozent der Bevölkerung leiden an einer solchen Schlafstörung, die Häufigkeit nimmt mit zunehmendem Lebensalter zu. Ein- und Durchschlafstörungen („Insomnie“) sind die häufigsten Schlafprobleme; rund die Hälfte aller Deutschen (!) waren schon einmal oder sie sind davon betroffen. Je älter die Menschen sind, desto mehr nehmen Schlafstörungen zu; Frauen sind etwa etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer:  

 

  • Während der Menstruation klagen viele Frauen über unruhigen Schlaf, verbunden mit häufigem Aufwachen und intensiven Träumen; die verstärkte Tagesmüdigkeit (Erschöpfung) erzeugt ein erhöhtes Schlafbedürfnis. Diese Beschwerden klingen jedoch nach der Menstruation ab. In seltenen Fällen können sich jedoch auch chronische Schlafstörungen entwickeln. 
  • Die vermehrte Ausschüttung des Schwangerschaftshormons Progesteron sorgt während der Schwangerschaft für ein erhöhtes Schlafbedürfnis. In den letzten drei Monaten der Schwangerschaft können Schlafbeschwerden („kein Durchschlafen“, heftige Träume) zunehmen.  
  • Nach der Geburt wird der normale Schlaf-Wach-Rhythmus der Mutter durch den Schlaf-Wach-Rhythmus des Babys häufig gestört. So können sich bei Müttern ebenfalls chronische Ein- und Durchschlafstörungen entwickeln. 
  • Frauen in den Wechseljahren leiden aufgrund der natürlichen Östrogenabnahme unter Hitzewallungen; die häufig mit innerer Unruhe, aber auch unbestimmten Ängsten verbunden sind. Nach der Menopause kommt es bei Frauen teilweise öfter zu schlafbezogenen Atemstörungen 

 

Männer leiden dagegen am häufigsten an schlafbezogenen Atemstörungen, wobei das „Obstruktive Schlafapnoe-Syndrom“ die häufigste Diagnose ist. Zwei bis vier Prozent gelten als „Apnoeiker“, dabei handelt es sich zumeist um Männer mittleren und höheren Alters, die in der Regel übergewichtig sind und einen erhöhten Blutdruck aufweisen. Eine Schlafapnoe macht sich durch starkes Schnarchen mit Atemaussetzern bemerkbar und erhöht langfristig das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfall. 

Symptome, Beschwerden und Gefahren

Wer nachts dauerhaft über einen gewissen Zeitraum schlecht schläft, fühlt sich irgendwann tagsüber erschöpft und müde. Patientinnen und Patienten mit dauerhaften Ein- und Durchschlafstörungen berichten immer wieder auch über starke innere Unruhe und Anspannung sowie hartnäckige Wachphasen, die sie im Verlauf des Tages und der Nacht daran hindern, einzuschlafen. Diese Zustände führen in der Regel zu einer eingeschränkten Leistungsfähigkeit, zu Stimmungsschwankungen mit erhöhter Reizbarkeit und Konzentrationsschwierigkeiten. 

Faktoren, die den erholsamen Schlaf verhindern

Eine fortwährende, sich steigernde Unausgeglichenheit durch Schlafstörungen kann auch zu Problemen in der Partnerschaft oder in der Familie führen. Die „Tagesschläfrigkeit“ kann die Betroffenen regerecht zermürben; sie geraten leicht in einen Teufelskreis, aus dem sie nur schwer ausbrechen können. 

 

Überprüfen Sie bitte einmal anhand der nachfolgenden Liste, ob eine oder mehrere Aussagen auf Ihre Person zutreffen, wenn Sie unter Tagesschläfrigkeit leiden:

 

  • Ich gehe zu unregelmäßigen Zeiten ins Bett und wache dementsprechend zu unterschiedlichen Zeiten auf 
  • Ich verbringe viel Zeit im Bett, auch mit Fernsehen 
  • Manchmal esse ich auch im Bett 
  • Vor dem Schlafengehen muss ich mich noch einmal so richtig austoben 
  • Ich arbeite so lange, bis mir die Augen praktisch schon zufallen 
  • Bevor ich ins Bett gehe, trinke ich Alkohol und/oder Kaffee und rauche noch eine Zigarette 
  • Mein Bett ist unbequem 
  • In meinem Schlafzimmer fühle ich mich nicht wohl  
  • Bevor ich einschlafe, muss ich immer lange grübeln 
  • Mein Schlafzimmer ist zu heiß (zu kühl, zu laut) 

Für Menschen, die durch ihre „normalen Verhaltensweisen“ nachts schlechter schlafen und dadurch zu einer erhöhten Tagesschläfrigkeitsrate neigen, besteht erhöhte Unfallgefahr: Etwa 20.000 Arbeitsunfälle in Deutschland gehen nachweislich auf Schlafstörungen zurück, und rund jeder vierte Autounfall wird durch kurzes „Einnicken“ am Steuer („Sekundenschlaf“) verursacht. Darüber hinaus steht nach neuesten Forschungsergebnissen fest, dass Schlafmangel zu einem Nachlassen der Gedächtnisfunktion führt und den Zucker- und Fettstoffwechsel negativ beeinflussen kann – wer also zu wenig oder jahrelang schlecht schläft, nimmt zu. 

  • Autofahrerinnen und Autofahrer (vor allem Außendienstmitarbeiter) mit hoher Kilometerzahl 
  • Lokomotiv-, Kran- und Baggerführer*Innen 
  • Pilotinnen und Piloten 
  • Maschinenführer* Innen 
  • Sicherheitspersonal 
  • Industriekletterer 
  • Schichtarbeiter*Innen, die unter monotonen Arbeitsbedingungen mit hoher Konzentrations- und Aufmerksamkeitsrate tätig sind 
  • Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte 
  • Letztlich alle Berufe mit hoher Verantwortlichkeit

Verschiedene Schlafstörungen mit zahlreichen Ursachen

Schlafstörungen müssen in Hinblick auf ihre Symptomatik und mögliche Ursachen (organisch und nicht-organisch) differenziert und genau diagnostiziert werden, bevor sie zielgerichtet behandelt werden können. Es geht z.B. darum, abzuklären, ob die Patientinnen und Patienten 

  • unter einer nicht-organischen Insomnie mit Ein- und Durchschlafstörungen  
  • unter einer nicht-organischen Hypersomnie (die sich durch eine exzessive Schläfrigkeit während des Tages äußert) 
  • unter einer Parasomnie (Schlafwandeln, Albträume, nächtliches Aufschrecken und Schreianfälle) 
  • unter dem Apnoe-Syndrom (Atemaussetzer während starken Schnarchens) 
  • oder unter dem „Restless Legs Syndrom“ (störende, teils heftige Zuckungen mit den Beinen)  

leiden oder ob hinter ihren Schlafstörungen sich nicht doch eine psychische Krankheit verbirgt – in erster Linie Depressionen, Psychosen und Angst- und Zwangserkrankungen. 

Eigentlich fühlte ich mich nach dem Aufstehen ausgeschlafen, aber bereits am frühen Vormittag setzten immer häufiger Müdigkeitsattacken ein. Das wurde immer schlimmer, bis ich nach Jahren in ein Schlaflabor gegangen bin. Dort stellte man fest, dass ich - an einer Unterfunktion der Schilddrüse litt.
Arnold W., 55 Jahre
Ehemaliger Patient in der Oberberg Somnia Fachklinik Köln Hürth

Schlafstörungen und psychische Erkrankungen

Rund 70 bis 80 Prozent unserer Patientinnen und Patienten klagen über Schlafstörungen, leider die typischen Begleitsymptome von psychischen und psychosomatischen Erkrankungen. Besonders häufig sind Patientinnen und Patienten mit Depressionen betroffen, die neben anhaltenden Ein- und Durchschlafstörungen sehr häufig zu früh aufwachen („… mitten in der Nacht!“) und dann nicht wieder einschlafen können (morgendliches Früherwachen).  

Patientinnen und Patienten mit Angsterkrankungen dagegen können zumeist nicht einschlafen, demente Menschen schichten ihr Schlafbedürfnis ungewollt auf den Tag um und können dann nachts nicht schlafen; und bei Abhängigkeitserkrankungen – im Besonderen nach dem Missbrauch von Alkohol und Drogen – kommt es zu Durchschlafstörungen, die auch nach dem Verzicht der Suchtsubstanzen noch eine ganze Zeitlang bestehen können, nicht selten sogar noch mehrere Jahre.  

„Mit der Schlafmaske kann man nur gewinnen“

Für Patientinnen und Patienten mit einer psychischen Erkrankung wäre gerade ein geregelter und erholsamer Schlaf sehr wichtig. Ein Beispiel: Ein depressiver Mann, der gleichzeitig an einer organisch bedingten Schlafapnoe leidet, kann mittels einer Schlafmaske seinen körperlichen Zustand sehr rasch verbessern – was sich dann positiv auf die Behandlung seiner Depression niederschlagen würde.   

 

Deshalb werden wir zunächst in unserer Oberberg Somnia Fachklinik Köln Hürth unsere Kernkompetenz um einen Schritt erweitern, indem wir mit dem renommierten Kölner Schlafmediziner Dr. Michael Feld eng zusammenarbeiten: „Wir verkabeln bei einer Polysomnographie (Schlaflaboruntersuchung) die Patientinnen und Patienten über Nacht und können nach nur einer Messung bis zu 15 verschiedene Diagnosen für eine Schlafstörung stellen. Denn anhand der Aufzeichnungen können wir häufig auch eindeutig bestimmen, ob es sich bei der Ursache der Störung beispielsweise um einen organischen Befund handelt oder um eine psychische Erkrankung “, sagt Dr. Michael Feld.  

10 %
Etwa 10% der Bevölkerung leidet an einer Schlafstörung
2- 4 %
der Männer sind Apnoeiker
6- 8 Std.
Schlaf täglich werden empfohlen
Quelle(n): Robert-Koch-Institut, Berlin; Universität Erlangen

Behandlungsansätze und Therapie Viele verschiedene Formen der Schlafstörung – zahlreiche Therapien

Wenn die Ein- und Durchschlafstörungen durch psychiatrische (oder organische) Erkrankungen hervorgerufen werden, muss die Grunderkrankung behandelt werden. Wenn die Schlafstörungen durch die Einnahme bestimmter Medikamente oder Suchtstoffe bedingt sind, müssen zunächst diese Stoffe abgesetzt werden.  

 

Andere Schlafstörungen – wie beispielsweise das „Restless-Legs-Syndrom“ oder eine Narkolepsie (intensive Tagesmüdigkeit mit unwiderstehlicher Neigung zum Einschlafen tagsüber, häufig verbunden mit Halluzinationen und totaler (!) Bewegungsunfähigkeit; s. oben) – werden in der Regel medikamentös behandelt. Das „Obstruktive-Schlaf-Apnoe-Syndrom“, kann mit einer Atemmaske (CPAP-Geräte: „Continous Positive Airway Pressure) normalisiert werden; unter Umständen auch mit speziellen Kieferschienen oder einem operativen Eingriff im Rachenraum. 

 

Natürliche Maßnahmen für einen besseren Schlaf 

Insbesondere bei primären Schlafstörungen (ohne erkennbare Ursache), insbesondere Insomnien, sollten Menschen mit Ein- und Durchschlafstörungen zunächst versuchen, ihre Verhaltensweise tagsüber und vor allem vor dem Zubettgehen zu überprüfen und ggf. zu verbessern. Wenn Schlafstörungen persistieren (über Monate) und Leiden verursachen, sollte professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden. 

So schlafen Sie besser, wenn Sie an Ein- und Durchschlafstörungen leiden:

  • Versuchen Sie, möglichst tagsüber „regelmäßig“ zu leben; das betrifft vor allem Ihre Mahlzeiten und die Zeit, in der Sie schlafen gehen und am nächsten Morgen wieder aufstehen 
  • Bewegen Sie sich so viel wie möglich (Fitness, Sport, Spazierengehen, Radfahren), aber gestalten Sie Ihren Tagesausklang möglichst ruhig 
  • ausreichend natürliches Licht für mind. 20 Minuten am Tag (auch bei bewölktem Himmel ist die Sonnenstrahlung immer noch mit > 5.000 Lux deutlich intensiver als im künstlich beleuchteten Raum mit 400 Lux) 
  • Essen und rauchen Sie nicht mehr zwei bis vier Stunden vor dem Zubettgehen, trinken Sie bitte dann auch keinen Alkohol mehr.  
  • „Schlaffreundliche“ Ernährung: abends wenig essen, leichte Kost, ab und zu Abendessen weglassen, Übergewicht reduzieren. 
  • Verzichten Sie auf einen Mittagsschlaf, wenn Sie an Ein- und Durchschlafstörungen leiden (Erhöhung des Schlafdrucks am Abend) 
  • Nutzen Sie bewährte Meditations- und Entspannungsverfahren wie Autogenes Training und Progressive Muskelrelaxation 
  • Überprüfen Sie in einem Fachgeschäft, ob Ihre Matratzen und Ihre Bettwäsche (vor allem das Kopfkissen) einem „gesunden Standard“ entsprechen 
  • Sorgen Sie für eine positive und gesunde Schlafsituation (dunkel, kühl, angenehm, ruhig, allenfalls ggf. leise Musik). Insbesondere Dunkelheit (Stimulation der Melatoninproduktion) scheint für einen gesunden Schlaf bedeutsam zu sein. Bereits das kurze Aktivieren einer LCD-Beleuchtung (Handy) kann genügen, um schlafstörende Impulse zu senden. 
  • Ritualisieren Sie Ihre Schlafgewohnheiten 
  • Notieren Sie sich die Zeiten, die Sie wach oder schlafend in Ihrem Bett verbringen (Schlaftagebuch) 
  • Stehen Sie auf, wenn Sie der Meinung sind, genügend geschlafen zu haben 
  • Wenn Sie nachts aufwachen, verzichten Sie bitte auf den Blick zum Wecker, sondern versuchen stattdessen, die Zeit des Wachliegens „subjektiv“ zu beurteilen 

Zunächst sind bei Schlafstörungen „Schlafhygiene“ und Verhaltensmaßnahmen zu bevorzugen und auch vielversprechend. Psychotherapeutische Maßnahmen (Verhaltenstherapie) sind auch bei schweren Schlafstörungen (Insomnien) wirksam und nebenwirkungsarm.  

Medikamente stehen somit nicht an erster Stelle bei der Behandlung von Schlafstörungen! 

Wenn Medikamente eingesetzt werden, sollte mit pflanzlichen Präparaten begonnen werden: 

  • „Schlaftee“ (häufig mit Baldrian, Lavendel, Melisse) 
  • Pflanzliche Präparate (ohne Alkoholzusatz) in Tropfen- oder Tablettenform: Baldrian, Hopfen, Melisse, Lavendel, Passionsblume, Hafer… 

Schließlich können bei anhaltenden, insbesondere sekundären Insomnien auch Psychopharmaka nach ärztlicher Verordnung unterstützend hilfreich sein: 

  • Sedierende Antidepressiva in niedriger Dosierung 
  • Antihistaminika 
  • Klassische Schlafmittel, d.h. Benzodiapine oder sogenannte Z-Substanzen (Zolpidem, Zopiclon) sollten – wegen ihres großen Abhängigkeitspotenzials - wenn überhaupt immer nur über einen kurzen Zeitraum und vorübergehend eingenommen werden 
  • Die tägliche Dosis sollte so niedrig wie möglich angesetzt werden 

Wichtig: Eine medikamentöse Therapie gegen Ein- und Durchschlafstörungen sollte immer mit nicht-medikamentösen Therapieansätzen einhergehen. Das gilt vor allem dann, wenn die Schlafstörungen in Zusammenhang mit einer psychischen Erkrankung stehen. 

Wenn bei Schlafstörungen die Psychotherapie im Vordergrund steht

Schlafstörungen können psychische Beschwerden, wie depressive Verstimmungen, Stimmungsschwankungen, Ängste, Konzentrationsstörungen, Tagesmüdigkeit und andere Symptome hervorrufen, die für psychiatrische Erkrankungen, wie etwa Depressionen oder Angsterkrankungen charakteristisch sind. 

Weitere psychische Erkrankungen, die zu Schlafstörungen führen können

In diesen Fällen sollte immer die Behandlung der psychischen Erkrankung an erster Stelle stehen. Denn wenn sich die psychische Erkrankung verbessert, bessert sich meist auch die Schlafstörung; ist die Schlafstörung jedoch auch noch nach einer erfolgreichen Therapie vorhanden, sollte sie gezielt behandelt werden, da sie stets einen Stressfaktor und ein Risiko für Rückfälle darstellt. Aus diesem Grund berücksichtigen alle unsere Therapeuten-Teams bei jedem spezifischen Behandlungskonzept die Möglichkeit einer parallelen schlafspezifischen Therapie. 

Unsere Kliniken für Schlafstörungen Die Oberberg Fachkliniken für Menschen mit Schlafstörungen

Menschen, die an Schlafstörungen leiden, erhalten in allen Oberberg Fachkliniken effiziente Behandlungskonzepte. In der Oberberg Somnia Fachklinik Hürth wird derzeit ein spezifisches Angebot zur Behandlung von Schlafstörungen aufgebaut.  

Ansprechpartner Sie können sich jederzeit an uns wenden – rund um die Uhr, vertrauensvoll und diskret

Wenn Sie weitere Fragen zu unseren Therapieangeboten bei Schlafstörungen, zur Kostenübernahme einer stationären Therapie oder zur Ausstattung der Zimmer und der Umgebung unserer Fachkliniken haben, zögern Sie bitte nicht, Kontakt mit uns aufzunehmen. Wir werden uns umgehend bei Ihnen melden, um Ihre Fragen zu beantworten und alle notwendigen weiteren Schritte – auch für eine umfassende Untersuchung Ihrer Schlafstörung in Köln/Hürth – zu besprechen. Bei diesem Pilotprojekt arbeiten wir eng mit dem Kölner Somnologen Dr. Michael Feld zusammen. 

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