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Ist Lachen gesund - oder täuscht uns das Sprichwort

Der Volksmund weiß, dass Lachen gesund ist. Gleichzeitig irrt sich jener Volksmund häufig, weshalb nicht unbedingt klar ist, ob das Sprichwort zutrifft oder nicht. Wir zeigen Ihnen detailliert, was in unserem Körper und unserer Psyche passiert, wenn wir lachen und ob sich Ansätze wie eine Lachtherapie lohnen und in welchen Fällen sie helfen kann. Außerdem zeigen wir auf, ob wir uns "gesund lachen" können und wo die Grenzen dieser Therapiemethoden liegen.

Lachen zwischen Instinkt und Wissenschaft

Jeder Mensch weiß, dass Lachen eine positive Auswirkung auf den aktuellen Gemütszustand hat. Wer lacht, ist fröhlich oder zumindest amüsiert. Befinden wir uns in einer lockeren Gesellschaft aus Menschen, die sich gut verstehen, wird häufig permanent gelacht. Instinktiv wissen wir somit, dass der Vorgang des Lachens etwas Positives in uns auslöst - aber macht er auch gesund? Viele Menschen jagen sogar regelrecht hinter diesem Gefühl hinterher, indem sie vielleicht Filme schauen, Bücher lesen oder Situationen suchen, die sie zum Lachen bringen können.

Gleichzeitig ist der menschliche Instinkt kein Ersatz für empirische Wissenschaft. Allein aus dem Wissen, dass Lachen insgesamt positiv ist, lassen sich viele Fragen nicht eingehend beantworten zum Beispiel:

  1. Was genau bewirkt dieser Vorgang in unserer Psyche und über welchen Zeitraum hält der Effektan?
  2. Welche Veränderungen finden in unserem Körper auf physiologischer Ebene statt - wenn überhaupt?
  3. Warum gilt: "Lachen ist gesund" - und kann es auch Nachteile haben?
  4. Kann eine regelrechte Lachtherapie eingesetzt werden, um neben schulmedizinischen Ansätzenvielleicht die "Heilkräfte" des Lachens - sofern vorhanden - in unserem Körper auszulösen?

Aus diesen Fragen ergeben sich weitere Unklarheiten - etwa, ob Lachen Schmerzen lindern kann. Falls dies der Fall ist: Verringert sich die Schmerzintensität tatsächlich oder handelt es sich vielmehr um einen Placeboeffekt? Kann sich ein heiteres Gemüt auch nachhaltig positiv auf psychische Erkrankungen auswirken oder ist Lachen in diesen Fällen eher als eine Art Pflaster zu verstehen, das die darunterliegende Krankheit nicht heilt, aber vorrübergehende Linderung verspricht? Dieser zugegebenermaßen lange Fragenkatalog kann durch unseren Instinkt nicht geklärt werden. Schauen wir uns also an, was die Wissenschaft dazu sagt und ob "Lachen ist gesund" wirklich zutrifft.

Wirksamkeit von Lachen Unser Körper: Was passiert in uns, wenn wir lachen?

Lachen sorgt dafür, dass wir in kurzer Zeit sehr viel Sauerstoff aufnehmen, bedingt durch das schnelle Atmen, dass mit einem Lachanfall in der Regel einhergeht. Dies aktiviert unser Herz, weitere Organe und macht unter anderem wach. Auf das hohe Maß der Aktivität folgt anschließend eine Ruhephase: Arterien weiten sich wieder, der Blutdruck sinkt.

Diese Erkenntnisse werden auch medizinisch eingesetzt. Patienten, die einmal unter einem Herzinfarkt litten, werden teilweise unter Aufsicht dazu "gezwungen", herzhaft zu lachen. Da dies den Blutdruck senkt, reduziert sich auch die Wahrscheinlichkeit auf einen erneuten Herzinfarkt und Betroffene bleiben länger gesund. Weitere Faktoren, die die Wirksamkeit dieses Effekts biologisch festhalten, sind ebenfalls belegt:

  • Während des Lachens wird Endorphin produziert, was der Volksmund auch als Glückshormon kennt.Es wird immer dann ausgeschüttet, wenn wir uns gut fühlen, und führt bei zahlreichen positiven Erlebnissen zu dem ebenfalls positiven Gefühl, das mit diesen Situationen einhergeht. Zu spüren ist dies daran, dass sich die Stimmung allgemein verbessert - je nach Situation manchmal nur ein wenig für einige Augenblicke und manchmal auch länger anhaltend.
  • Ein Nebeneffekt der Ausschüttung des Glückshormons Endorphin ist, dass die Produktion des Stresshormons Adrenalin unterdrückt wird. Adrenalin kann zwar positive Effekte in den richtigen Situationen haben, doch für unsere Stimmung ist es nicht zuträglich - denn es setzt uns unter Stress. In Prüfungssituationen wird das Stresshormon ausgeschüttet, oder auch vor einem schwierigen Gespräch mit einem Vorgesetzten. Lachen hilft dabei, den Adrenalinspiegel zu senken und Stress zu minimieren. Da Stress eine Begleiterscheinung vieler Krankheitsbilder (wie Angststörungen) ist, kann Lachen hier bereits helfen.
  • Lachen kann Antikörper bilden, was dem Körper dabei helfen kann, sich gegen Bakterien und Viren zur Wehr zu setzen und länger gesund zu bleiben. Damit ist häufiges Lächeln sicherlich kein Ersatz für eine wirksame Impfung - aber von der Hand zu weisen ist der Effekt nicht.

Lachen ist daher in jedem Fall gesund, wenngleich die Intensität der Auswirkungen schwierig zu erfassen sind. Persönliche Glücksgefühle oder das Schmerzempfinden beispielsweise sind immer subjektiver Natur und lassen sich schwer einheitlich beziffern.

Erhöhte Schmerztoleranz durch Lachen

Die bereits erwähnten Endorphine haben den positiven Nebeneffekt, dass sie die Schmerztoleranz von unserem Körper erhöhen. Was eben noch ein heftiger Kopfschmerz war, verliert nun ein wenig seinen Schrecken - wenngleich die Wirkung nicht mit einer Tablette oder ähnlichen Mitteln gleichzusetzen ist.

Der Effekt gegen den Schmerz hält bei den meisten Personen etwa 20 bis 30 Minuten an, danach setzt das alte Schmerzempfinden im Körper erneut ein. Ob dieser Prozess daher in der Schmerztherapie eingesetzt werden kann oder nicht, ist noch nicht geklärt. Der Effekt ist jedoch bewiesen, was in einigen Fällen besonders hilfreich sein kann.

So können Patienten, die unter chronischen Schmerzen leiden, durch Lachen ihr Leiden etwas reduzieren. Dies ist dann der berühmte Galgenhumor: Man lacht, obwohl die Situation eigentlich nicht dazu einlädt. Wer lockerer mit seiner Situation umgehen und diese "weglachen" kann, profitiert daher doppelt: Unser Körper spürt weniger Schmerzen, wir senken unseren Blutdruck und verbessern unseren Gemütszustand. Daher gilt: Lachen ist gesund - auf mehreren Ebenen.

Lachtherapie Wie wirksam ist eine Lachtherapie?

Therapien dieser Art sind seit langer Zeit Gegenstand von Studien in der Gelotologie. Darin wird untersucht, ob wir länger gesund bleiben bzw. schneller gesund werden, wenn wir häufiger lachen. 2022 haben zwei Forscherinnen der Universität Jena insgesamt 45 dieser Studien zusammengefasst und daraus eine eigene Metastudie angefertigt. Das Ergebnis lautet: diese Therapien sind sinnvoll, aber...

In den untersuchten Studien wurden Patientinnen und Patienten mit Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, von Depression Betroffene, Krebspatienten oder auch internetsüchtige Schüler untersucht. Das Spektrum war somit sehr breit gewählt und umfasste durchaus schwerwiegende Erkrankungen, die einem die allgemeine Lust am Leben nehmen können und hohes Schmerz- und Traumapotenzial haben.

Insgesamt kamen die Autorinnen der Studie zu dem Schluss, dass die Lachtherapie als solches eine insgesamt positive Auswirkung auf die Probanden der Studien hatte. Dies gilt sowohl auf psychologischer als auch physiologischer Ebene. Außerdem zeigt sich, dass Lachen in Gruppen effektiver für den Gemütszustand ist als allein. Interessant erwies sich auch, dass jüngere Personen insgesamt besser auf diese Therapieform reagierten als ältere Menschen.

Unerforscht bleibt dabei aber häufig die Frage nach dem Warum. Weshalb jüngere Personen besser auf diese Therapie reagieren oder woher die schmerzlinderten Effekte stammen, kann zwar gemutmaßt werden. Erwiesen ist jedoch noch nichts, was die Autorinnen abschließend in ihrer Studie anmerken.

Also lachen wir uns einfach gesund - oder?

Eine Lachtherapie als "Wundermittel" mag verlockend wirken, doch so schnell werden wir leider doch nicht gesund. Bewährte Therapiemethoden, wie sie zum Beispiel die Oberberg Kliniken anbieten, können leicht auf spezifische Krankheitsbilder zugeschnitten werden. Ihre Wirkung ist bekannt und die Personen, bei denen sie jene Wirkung am besten entfalten, können leicht identifiziert werden.

Beim Lachen als Therapie ist es bislang jedoch nicht möglich, bestimmte Therapiemethoden spezifischen Patientengruppen zuzuweisen. Die Wissenschaft ist somit noch nicht an einem Stand angelangt, an dem wir behaupten können, dass diese Therapie A für Patientin B erfolgreich sein wird. Empfehlungen auszusprechen, ist daher noch nicht präzise möglich. Maßnahmen wie ein Lachyoga können daher keine Versprechungen abgeben: Es kann sein, dass es hilft - aber vielleicht auch nicht.

Potenzielle Mängel der Therapie

Auch, wenn es unwahrscheinlich klingt: Bislang ist wenig erforscht, ob Lachen auch eine negative Wirkung haben kann. Entsteht es nicht auf organische Weise im Alltag, sondern wird in einer Therapie erzwungen, könnten Nebenwirkungen entstehen, die bislang praktisch nicht ergründet sind. Dies mag zwar wenig wahrscheinlich anmuten, doch hochwertige wissenschaftliche Arbeit beruht darauf, auch potenzielle negative Auswirkungen zu erfassen. Daher besteht weiterer Forschungsbedarf, bis diese Form der Therapie den Stellenwert anderer Therapieangebote, wie sie die Oberberg Kliniken anbieten, erreicht hat.

Effekt des Lachens Lachen gegen psychische Erkrankungen: Wie wirksam ist es?

Forscher der Universität Oxford fanden im Jahr 2022 heraus, dass Lachen soziale Bindungen deutlich stärken kann. Hier muss allerdings unterschieden werden:

1. Wer mit anderen in einer Gruppe lacht, fühlt sich stärker mit dieser Gruppe verbunden. Diesen Effekt können wir leicht nachvollziehen, wenn wir uns mit einer Gruppe aus Freunden abends treffen. Verläuft der Abend gut, trennen sich alle Teilnehmer anschließend mit einem guten, positiven Gefühl. Häufiges Miteinanderlachen funktioniert daher sehr gut als eine Art "Klebstoff" für zwischenmenschliche Bindungen - egal welcher Art.

2. Dieses Lachen in Gruppen heißt allerdings laut der Studie nicht, dass wir gleichzeitig den anderen Personen in der Gruppe aus reiner Nächstenliebe oder Selbstlosigkeit mehr Gefallen tun als vorher. Zwar mag Lachen die Gruppenzugehörigkeit stärken, doch das heißt nicht automatisch, dass wir uns für die anderen Personen aufopfern würden. Gesund ist dieses Zusammensein daher allemal, aber zu viele Signale sollten nicht hineininterpretiert werden.

Dennoch kann sich der Effekt des Lachens durch diese Informationen positiv auf das Leben psychisch Erkrankter auswirken.

Angststörungen, Depressionen oder ähnliche Zustände gehen meist mit einem gewissen Grad der sozialen Isolierung einher. Freundschaften und auch familiäre Bindungen leiden. Falls es zu Zusammenkünften mit diesen Personengruppen kommt, wird sich Lachen somit positiv auf das Bindungsgefühl zu der Gruppe auswirken.

Dies allein kann sicherlich nicht ausreichen, um eine Therapie zu ersetzen. Indirekt kann das Lachen in Gruppen jedoch dazu führen, zumindest einige Symptome - wie Einsamkeit und Isolation - zu lindern. Dies kann einer der Gründe sein, warum diese Therapieform in Gruppen normalerweise effektiver ist als in Solotherapien.

Falsches Lachen Ist "falsches Lachen" gesundheitsförderlich?

Jeder Mensch kann das eigene Lächeln oder Lachen erzwingen, ohne dass die damit verbundenen Emotionen wirklich gespürt werden. Da die Grundlage für spontanes Lachen fehlt, liegt daher die Annahme nahe, dass auch der positive psychische Effekt ausbleibt - es ist erzwungen und damit nicht "echt".

In der Realität ist dies jedoch nicht der Fall. Eine Studie aus dem Jahr 2022, die mit mehr als 3.800 Personen eine repräsentative Aussagekraft hat, belegt, dass auch das freiwillig erzwungene Lächeln Gefühle von Glück entweder erzeugen oder verstärken können. Die Autorinnen und Autoren der Studie vermuten, dass dies damit zusammenhängt, dass dieselben motorischen Impulse ausgelöst werden. Diese sagen unserem Gehirn anschließend: "Ich lache, also musst du dich jetzt besser fühlen."

Dabei handelt es sich bislang jedoch nur um eine Vermutung, die noch nicht bewiesen werden konnte. Eindeutig ist jedoch, dass auch gezwungenes Lächeln dazu führen kann, dass wir uns wohler fühlen als vorher - obwohl uns angesichts der aktuellen Umstände vielleicht nicht nach Humor zumute ist.

Oberberg Kliniken Lachen und die Angebote der Oberberg Kliniken

Therapieangebote der Oberberg Kliniken verwenden immer ein Bausteinprinzip, das mehrere Therapiemöglichkeiten kombiniert, um daraus ein auf die Person zugeschnittenes Konzept zu entwerfen. Dies sind sowohl bewährte als auch innovative Therapiekonzepte aus der Psychotherapie, biologische Verfahren, Entspannungsübungen oder kreativ-therapeutische Ansätze.

Generell sind wir offen gegenüber jeder Therapiemethode, die für Körper und Geist unserer Patientinnen und Patienten Erfolge verspricht. Lachen kann dort dazugehören.

Mehr zu unseren Therapiemethoden

Welche Krankheitsbilder werden behandelt?

Unter anderem kümmern wir uns um die Behandlung typischer psychischer Erkrankungen wie Angststörungen, Burnout, Depressionen oder bipolaren Störungen. Krankheiten dieser Art können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen und im schlimmsten Fall lebensbedrohlich sein. In den Oberberg Kliniken therapieren wir unsere Patientinnen und Patienten umfassend, um so die Balance im Leben wiederherzustellen und eine Rückkehr in ein geregeltes, erfülltes Leben zu ermöglichen.

Neben den genannten Krankheitsbildern nehmen wir uns beispielsweise Störungen wie ADHS oder auch Folgeerscheinungen anderer Krankheiten wie Psychosen an. Wir behandeln Schlaf- ebenso wie Essstörungen und sind auch Sucht- und Abhängigkeitserkrankungen spezialisiert. Auch chronische Schmerzen - die Lachen teilweise reduzieren kann - gehören zu unserem Therapieangebot. Unsere Patientinnen und Patienten gesund zu machen, ist unser höchstes Anliegen.

Wie wird die Therapiequalität sichergestellt?

Um gesund zu werden, ist die Qualität der Betreuung entscheidend. Unsere Patientinnen und Patienten erhalten daher ein maßgeschneidertes Programm für Einzel- und Gruppentherapien, die im Gespräch mit den Betroffenen erstellt werden. So ist es möglich, individuell auf Krankheitsbilder zu reagieren und einen Therapieerfolg sicherzustellen.

Dabei empfangen wir gerne sowohl jüngere als auch ältere Patientinnen und Patienten. Durch das niedrige Verhältnis von Patienten zu Therapeuten können wir fast immer garantieren, dass derselbe Therapeut bzw. dieselbe Therapeutin für die gesamte Dauer der Therapie erhalten bleibt. Wechsel gibt es nur in Ausnahmefällen, was den Aufbau eines persönlichen Verhältnisses fördert.

Kontaktaufnahme zu Oberberg – für Betroffene und ihre Angehörigen

Gerne beantworten wir Ihnen all Ihre Fragen - vertrauensvoll und diskret.

Sie wünschen mehr Informationen zu unserem therapeutischen Behandlungsangebot, zu Depression oder anderen Themen? Dann würden wir uns freuen, wenn Sie mit uns persönlichen Kontakt unter der Telefonnummer  0800 5577330 (gebührenfrei) aufnehmen. Außerhalb Deutschlands wählen Sie bitte +49 30 20867301-0. Wenn Sie einen Rückruf für ein persönliches Gespräch vereinbaren möchten, füllen Sie bitte hier das Kontaktformular aus. Wir werden uns dann schnellstmöglich bei Ihnen melden

FAQ: alles Wichtige rund ums Lachen

Gesund für unser Herz und unseren Körper ist es in jedem Fall, doch das Ausmaß der "Heilkräfte" ist relativ schlecht erforscht. In jedem Fall können sich Patientinnen und Patienten nicht durch regelmäßiges Lachen von jeder Krankheit befreien - weder den Körper noch die Psyche. Um wirklich gesund zu werden, sind bekannte und etablierte Therapiemethoden, wie sie von den Oberberg Kliniken angeboten werden, die bessere Wahl. Als Komplementärtherapie spricht jedoch nichts dagegen, gerne regelmäßig und viel zu lachen. Nebenwirkungen sind bislang nicht bekannt.

Wahrscheinlich nicht - und kontrollieren können wir es ohnehin nur bedingt. Als Form der Therapie ist jedoch noch nicht hinreichend erforscht, inwieweit sich Lachen unter Zwang negativ auswirken kann. Zwar ist dies nicht besonders wahrscheinlich, aber echte Forschungsergebnisse stehen noch aus. Wir raten daher bis auf Weiteres zum Selbsttest. Dieser könnte so gestaltet sein, dass Tage mit besonders hoher "Lachaktivität" protokolliert werden, um festzustellen, ob sich der Gesundheitszustand durch die Ausschüttung der Glückshormone allgemein bessert oder nicht.

Die Wirksamkeit wurde spätestens mit einer Studie der Universität Jena aus dem Jahr 2022 erwiesen. Gleichzeitig fehlen aber noch echte, auf bestimmte Patientengruppen zugeschnittene Therapiekonzepte. Wir wissen schlicht noch nicht, für welchen Krankheitstypen oder welchen Patiententypus welche Therapie am besten geeignet ist. Therapien können daher auf eigene Faust gerne getestet werden, doch eine sinnvolle Implementierung in andere Therapiekonzepte steht noch immer am Anfang.

Sowohl als auch! Dem Körper hilft Lachen, da in den meisten Fällen von einem gesunkenen Schmerzempfinden berichtet wird. Der Psyche hingegen hilft dieser Prozess auf die Sprünge, indem Endorphin ausgeschüttet und Adrenalin unterdrückt wird. Gleichzeitig darf der Stellenwert für Körper und Geist nicht überbewertet werden. Krankheiten im medizinischen Sinn heilen kann das Lachen nicht. Es ist eher als eine Art Medizin zu verstehen, die vorrübergehend Linderung verspricht, aber keine echte Heilung möglich macht.

v.d. Gönna U., Lachen ist gesund, https://www.uni-jena.de/220427-lachen. Friedrich-Schiller-Universität Jena. April 2022

Stiwi K., Rosendahl J. Efficacy of laughter-inducing interventions in patients with somatic or mental health problems: A systematic review and meta-analysis of randomized-controlled trials. https://doi.org/10.1016/j.ctcp.2022.101552. Complementary Therapies in Clinical Practice. Mai 2022

Dunbar R. Laughter and its role in the evolution of human social bonding. https://royalsocietypublishing.org/doi/10.1098/rstb.2021.0176#d1e1186. Philosophical Transactions of the Royal Society B. September 2022

Coles N., March D., et al. A multi-lab test of the facial feedback hypothesis by the Many Smiles Collaboration. https://www.nature.com/articles/s41562-022-01458-9 Oktober 2022