Medizinisches und therapeutisches Fachpersonal definiert sich oft als unermüdlich, immer im Dienst, für andere da. Doch bei konstant hohen Anforderungen leidet oft die eigene Gesundheit – die Folge können psychische Erkrankungen wie Burnout, Depression oder Sucht sein.

Die Grenzen der Belastbarkeit

Zum Alltag im Arzt- und Therapeutenberuf gehören zahlreiche Stressfaktoren: Das Spektrum umfasst emotionale Herausforderungen, etwa den Umgang mit den Grenzen des medizinisch Machbaren oder (über-)fordernden Patientinnen und Patienten. Hinzu kommen physische Belastungen durch Schlafmangel, Daueranspannung und ein Klima, das vielerorts wesentlich durch Einzelkämpfertum bestimmt ist. Zentrale Belastungsfaktoren sind zudem die Rahmenbedingungen, die häufig von hierarchischem wie ökonomischem Druck, ausufernder Bürokratie und zunehmender Arbeitsverdichtung bestimmt sind.

 

Trotzdem wurde das Thema Gesundheit in Heilberufen von Ärzteschaft und Gremien lange Zeit vernachlässigt. Doch inzwischen wächst das Bewusstsein dafür aufgrund der ständigen Veränderungen im Gesundheitswesen und immer höheren Anforderungen in Klinik, Praxis und Berufspolitik. Medizinisch arbeitende Menschen hinterfragen heute immer stärker äußere Belastungen ebenso wie das Bild der sich unermüdlich einsetzenden und die eigenen Bedürfnisse verleugnenden Helfenden; dadurch wächst die Bedeutung der eigenen Gesundheitsprophylaxe. Und doch realisieren gerade besonders engagierte Kolleginnen und Kollegen noch immer zu spät, dass sie ihre eigenen Grenzen bereits überschritten haben und in einer destruktiven Krankheitsspirale stecken, deren Folge psychische Erkrankungen wie Burnout, Depression oder Sucht sein können. Und dann finden sie sich plötzlich auf der anderen Seite wieder: ein ungewohnter und schwieriger Perspektivwechsel.

Ärztinnen und Ärzte sind immer bereit, alles für ihre Patientinnen und Patienten zu tun. Sehr oft nehmen sie aber nur wenig Rücksicht auf eigene Beschwerden. Wenn sie psychisch krank werden, haben sie oft Scham- und Schuldgefühle. Wir begleiten Sie gern und vertrauensvoll aus Ihrer Krankheit.
Dr. med. Ahmad Bransi
Chefarzt der Oberberg Fachklinik Weserbergland

Ärzte- und Therapeutengesundheit ist Teil unserer DNA

Für Prof. Dr. med. Matthias Gottschaldt war die eigene psychische Erkrankung Anlass für die Gründung der Oberberg Kliniken. Inzwischen haben wir in über 30 Jahren mehrere Tausend Ärzte und Therapeuten aller Fachrichtungen behandelt. Damit sind die Oberberg Kliniken führend in der Behandlung von Ärzten in Deutschland.

 

Unsere spezifischen Behandlungsangebote ermöglichen eine kurzfristige, effiziente und erfolgreiche Therapie. Wir legen den Schwerpunkt auf achtsamkeitsbasierte und präventionsorientierte Verfahren mit dem Ziel des Aufbaus von Resilienz. So entwickelte Prof. Dr. med. Matthias Gottschaldt in Zusammenarbeit mit Ärztekammern ein poststationäres Curriculum für abhängiges medizinisches Fachpersonal. Im Mittelpunkt steht die berufliche Wiedereingliederung von Ärztinnen und Ärzten, die unter einer Substanzabhängigkeit leiden und deswegen berufliche Konsequenzen fürchten müssen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Behandlung von Depression und Burnout. Wie man auch zu dem kontrovers diskutierten Begriff Burnout stehen mag: Einzelne Untersuchungen sprechen je nach Berufsgruppe von Burnout-Raten von 20 bis 30 %, wobei Therapeutinnen und Therapeuten sowie die Ärzteschaft zur Spitzengruppe gehören.

Wir behandeln Ihre Anfrage vertrauensvoll und diskret

Wenn Sie als betroffene Fachkraft Informationen zu unserem Therapieangebot, zu Unterbringung und Ablauf in den Fachkliniken oder nach Hilfsangeboten für sich selbst suchen: Wir stehen Ihnen jederzeit beratend zur Seite. Dabei garantieren wir besondere Diskretion und anonymisierte Aufnahme.

Wenn Sie einen Rückruf für ein persönliches Gespräch vereinbaren möchten, füllen Sie bitte das Kontaktformular aus. Wir werden uns dann innerhalb eines Tages bei Ihnen melden.

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