Therapie

Da es sich bei der Burn-out-Entwicklung um ein prozesshaftes, sich oft Jahre hinziehendes Geschehen mit unterschiedlich schweren Ausprägungen handelt, ist die Therapie abhängig von den jeweiligen Krankheitsstadien. Im Frühstadium sind oft ambulante und allgemein psychohygienische Maßnahmen ausreichend. Sind inzwischen deutlich depressive Symptome aufgetreten, ist vielfach ein stationärer Aufenthalt unumgänglich, um eine weitere Chronifizierung oder das Auftreten weiterer psychischer Erkrankungen zu verhindern. Die Behandlung ist dabei auf die jeweils im Vordergrund stehenden Symptome ausgerichtet.

Ziel der Therapie ist es, wieder zum eigenen Potential und zur Lebendigkeit zurückzufinden. Ein guter Antrieb, erholsamer Schlaf und eine emotionale Distanz zu den Belastungen sollte dem Gefühl der Erschöpfung und inneren Getriebenheit weichen.

Einen wesentlichen Bestandteil stellen in der Therapie naturgemäß das Erlernen von Entspannungsverfahren und die Einbeziehung von achtsamkeitsbasierten Therapien aus dem MBSR (Mindfullness Based Stress Reduction) dar.  Körper­orientierte Verfahren unterstützen diesen Prozess und ermöglichen wieder einen besseren Zugang zur Wahrnehmung und den eigenen Emotionen.

In der ausführlichen Analyse des eigenen emotionalen Profils werden Einflussfaktoren herausgearbeitet, um künftigen Selbstüberforderungen zu begegnen und Fähigkeiten einer verbesserten Selbstfürsorge zu etablieren.

In der kognitiven Therapie sollten oft verzerrte Gedanken über das eigenen Versagen oder die vielmals erlebte Ausweg­losigkeit und Ohnmacht bearbeitet werden, damit wieder neue Denk- und Handlungsspielräume entstehen und sich ein Gefühl innerer Freiheit entwickeln kann. Genussfähigkeit und positive sinnliche Erfahrungen begünstigen den Zugang zu oft verschütteten Dimensionen der eigenen Person, sodass am Ende der erlittene „Burn-out“ auch als Chance für eine Neuorientierung im Leben gesehen werden kann.

Behandlungsablauf

  • Individueller Therapieplan
  • Behandlung von weiteren komorbid auftretenden psychischen/psychosomatischen Erkrankungen
  • Erarbeitung einer suffizienten Prophylaxe
  • Einbeziehung der Angehörigen und ggf. des weiteren sozialen Umfeldes (z. B. wenn gewünscht Arbeitgeber)
  • Dauer im Regelfall 4 bis 6 Wochen