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Folgen bei Vitamin-D-Mangel

Von April bis September kann dank der Sonne in Mitteleuropa die Produktion des umgangssprachlich genannten „Sonnenhormons“, Vitamin D, körpereigen stattfinden. Zum Wechsel in die dunkle Jahreszeit kann schnell ein Vitamin-D-Mangel entstehen, der viele Symptome und Konsequenzen auf physiologischer und psychologischer Ebene haben kann. Die Behebung eines Vitamin-D-Mangels und seiner Folgen ist einfach möglich.

Durch UV-Strahlung von Sonnenlicht auf direkter Haut wird die körpereigene Produktion von Vitamin D eingeleitet. Dabei sollte kein Sonnenschutz aufgetragen sein oder Kleidung die Haut verdecken. Da im Winter in Mitteleuropa jedoch nicht ausreichend Sonne vorhanden ist, kann ein Vitamin-D-Mangel entstehen.
Der Körper kann Vitamin D drei bis vier Wochen speichern, und diese Reserven zunächst verbrauchen.

Über die Nahrung kann keine ausreichende Aufnahme von Vitamin D stattfinden, da dieses nur in sehr geringfügigen Mengen in wenigen Lebensmitteln vorhanden ist.

Eine Zufuhr von Vitamin D, auch Calciferol genannt, ist in Form von Tabletten, Tropfen und Spritzen möglich. Es wird bei einem diagnostizierten Mangel meist über einen Zeitraum von Wochen bis Monate eingenommen.

Vitamin D nimmt Einfluss auf die Botenstoffe Dopamin, Nordadrenalin und Adrenalin. Diese sind unter anderem an der Regulierung von Aktivität, Stimmung und psychischer Verfassung beteiligt. Vitamin D hat zudem eine nervenschützende Funktion und stärkt das Immunsystem. Es ist an der Regulation von Zellentstehung und Identifikation krankhafter Zellen beteiligt. Es hat für viele Gewebe eine schützende Funktion und stärkt die Knochen.

Symptomatik Was sind die Symptome bei einem Vitamin-D-Mangel?

Die Symptome eines Mangels an Vitamin D sind vielfältig und verschieden. Sie lassen sich in physiologische und psychologische Symptome unterteilen.

Physiologische  Symptome:                                 

Psychische Symptome:                       

Infektanfälligkeit

chronisch schlechte Stimmung

schlechte Wundheilung

Leistungsschwäche

Schwindel

diffuse Ängste

Kopfschmerzen

Schlafprobleme

Leistungsschwäche

Konzentrationsschwierigkeiten

Konzentrationsschwäche

Aufmerksamkeitsdefizit

Haarausfall

 

weiche, brüchige Nägel

 

Knochenschmerzen

 

Muskelschmerzen

 

Muskelkrämpfe

 

Bluthochdruck

 

schlechtes Hautbild

 

Psychische Folgen eines Vitamin-D-Mangel Welche psychische Auswirkungen sind durch Vitamin D zu verzeichnen?

Als Folge von einem kombinierter Vitalstoffmängel, dazugehörend Vitamin D, können Verhaltensauffälligkeiten entstehen. Dies kann beispielsweise eine Konzentrationsschwierigkeit sein. Findet eine unzureichender Diagnostik statt, worin kein Nährstoffmangel untersucht wird, so kann eine Fehldiagnose entstehen. Eine Behebung des Mangelzustandes kann jedoch eine vollständige Rückbildung der Auffälligkeiten bewirken.

Es gibt einige Studien, die über psychische Auswirkungen von Vitamin D berichten:

  • Laut einer Statistik verdoppelt sich für junge Erwachsene mit einem niedrigem Vitamin-D-Spiegel das Risiko, an einer Depression zu erkranken.

  • Die Ausprägung des Vitamin-D-Mangels gilt laut einer Studie als ausschlaggebend für die Stärke der Depressionssymptomatik.

  • Ein Mangel an Vitamin D wird als Auslöser für eine Winterdepression (SAD) und Winterblues mit vermutet.

Ebenso liegen Studienergebnisse zu psychiatrischen Behandlungserfolge mit Vitamin D vor:

  • Auch bei Depressionen konnten in Studien mit einer wöchentlicher Einnahme (zwischen 400 - 40.000 I.E.) von Vitamin D eine Besserung der Depression erreicht werden. Häufig findet sich bei Älteren ein Vitamin-D-Mangel und eine chronisch getrübte Stimmung vor. Lag ein starker Mangel an Vitamin D bei diesen Patienten vor, der anschließend durch eine Einnahme behoben wurde, besserte sich bei vielen Betroffenen auch die Stimmung.

  • Die Substitution von Vitamin D (in Höhe von 10.000 I.E.) konnte die Winterdepression auf einer Skala um 74% verbessern, im Gegensatz zu einer anderen Standardtherapie.

Dosis und Norm von Vitamin D Wie hoch ist der tägliche Bedarf an Vitamin D? Wie hoch sollte der Blutwert sein? Wann hat man eine Vitamin-D-Überdosierung?

Der tägliche Bedarf wird zwischen 800 – 7.000 I.E. referiert.
Als Blutwert sollte Vitamin D nicht unter 30 ng/ml im Blut sinken und bei maximal 100 ng/ml liegen. Eine Überdosierung von Vitamin D kann zu Vergiftungserscheinungen führen, sodass eine ärztliche Abklärung über die Indikation Vitamin D einzunehmen, erforderlich ist.

Risikofaktoren Was begünstigt einen Vitamin-D-Mangel?

  • wenig verfügbares Sonnenlicht
  • wenig Aufenthalt im Freien, viel Zeit in Räumen
  • Sonnenkreme oder die Haut überwiegend bedeckende Kleidung im Freien

Mit einem Vitamin-D-Mangel werden verschiedene Krankheitsbilder laut aktuellsten Forschungsergebnissen in Zusammenhang gebracht. Der Mangel an Vitamin D ist dabei nicht als alleinige Ursache dieser Erkrankungen zu verstehen, sondern als eine wichtige Komponente zur Genesung, Symptomrückbildung und Prävention.

Physiologische Krankheitsbilder:                                  

Psychische Krankheitsbilder:              

Fibromyalgie

ADHS

Osteoporose

Autismus

Diabetes

Depression

Paradontitis

Winterdepression

Bronchitis

Winterblues

Asthma

 

Schlaganfall

 

Herzinfarkt

 

Krebs

 

Generell kann ein Mangel an Vitamin D zu strukturellen Veränderungen im Gehirn führen.

Ist eine gute Verfügbarkeit von Vitamin D im Körper vorhanden, so kann laut aktuellen Studien das Risiko der Entstehung von Depressionen, Parkinson, Demenz und Alzheimer, sowie einem Nachlassen von kognitiver Leistung, gesenkt werden. Es senkt außerdem die Wahrscheinlichkeit eines Schlaganfalls, Herzinfarkts oder einer Krebserkrankung.

Stoffwechsel von Vitamin D (Entstehung)

Der Weg zur Entstehung von Vitamin D3, das unser Körper benötigt, ist ein Prozess:

Der dafür wichtigste Ausgangsstoff ist Cholesterin. Dieses wird anschließend in der Leber zu der Vorstufe "Provitamin D3" gebildet. Mittels dem "Vitamin-D-bildenden-Protein" (DBP) wird das Provitamin D3 in die Haut transportiert. Fällt dann UVB-Licht auf die Haut, entsteht das "Prävitamin D3".  Zur Umwandlung in Vitamin D3, die benötigte Endform, benötigt es lediglich noch an Körperwärme.

Vitamin D2 und D3

Vitamin D2 (Ergocalciferol) ist in Pflanzen vorkommend, während Vitamin D3 (Cholecalciferol) in Tier und Mensch vorkommt. Beides kann oral in Form von Ergänzungsmitteln substituiert werden. Vitamin D2 eignet sich im Rahmen einer veganen Ernärhungsform beispielsweise, wobei Vitamin D3 vom Körper besser aufgenommen wird.

Vitamin-D-Stoffwechselstörungen

Eine Unterscheidung der Vitamin-D-Stoffwechselstörungen ist sinnvoll: Diese kann entweder angeboren oder erworben sein.

Angeborene Vitamin-D3-Stoffwechselstörungen sind genetisch bedingt. In diese Kategorie fallen die Vitamin-D-abhängige Rachitis Typ 1 A, die Vitamin-D-abhängige Rachitis Typ 1 B, die Vitamin-D-abhängige Rachitis Typ 2, die Vitamin-D-abhängige Rachitis Typ 3 und die Chromosom-X-gekoppelte hypophosphatämische Rachitis. Diese Störungen zeigen sich meist erst nach der Geburt, jedoch noch innerhalb der ersten beiden Lebensjahre. Sie können mittels Blutwerten diagnostiziert werden. Die Symptomatik sind Empfindungsstörungen, mechanische Übererregbarkeit, Muskelkrämpfe, vermehrtes Schwitzen, Angst, Unruhe, Reizbarkeit und eine schnelle und flache Atmung bis hin zur Atemnot. Ohne Behandlung werden die Knochen demineralisiert, sodass sich die weichen Knochen verformen (Rachitis). Dies kann Fehlstellungen und Kleinwuchs bedingen.

Erworbene Vitamin-D3-Stoffwechselstörungen können ebenfalls zu einer Rachitis, bzw. im Erwachsenenalter genannte "Osteomalazie" führen.  Diese sind durch eine primäre Überfunktion der Nebenschilddrüse möglich, im Rahmen einer Glutenunverträglichkeit, einer Schleimhautentzündung des Dünndarms (Enteritis), Morbus Crohn oder einer Teilentnahme des Magens oder Dünndarms. Auch Lebererkrankungen wie eine Zirrhose oder Hepatitis können ursächlich sein für eine erworbene Vitamin-D-Stoffwechselstörung sein.

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