Extertaler Fortbildungstag 2019

Der nächste Extertaler Fortbildungstag findet am Mittwoch, den 5. Juni 2019 zum Thema „Wenn Worte nicht reichen - Kunsttherapeutische Interventionen in der Trauma-Behandlung “ in der Oberbergklinik Weserbergland statt.

Veranstalter

Oberbergklinik Weserbergland

Datum

Mittwoch, 05. Juni 2019

Uhrzeit16:00 bis 18:30 Uhr
Leitung

Dr. med. Ahmad Bransi, Chefarzt

Fortbildungspunkte

4 Punkte bei Ärztekammer Westfalen-Lippe

Teilnahme

Nur nach vorheriger Anmeldung. Hier können Sie sich anmelden.

Gebühr
(*unter Vorlage einer
akt. Bescheinigung)

Mitglieder der Akademie: kostenfrei
Nichtmitglieder der Akademie: 20,-€
Andere Zielgruppen: 20,-€
Klinikmitarbeiter: 10,-€
Arbeitslos/Erziehungsurlaub: kostenfrei*
Student/innen: kostenfrei*

Referenten

"Theoretische und praktische Grundlagen der Psychotraumalogie für die kunsttherapeutische Praxis"
Dr. phil. Udo Bär
Wissenschaftlicher Leiter der Zukunftswerkstatt therapie kreativ und des Instituts für soziale Innovationen

"Einführung in die Kunst- und Gestaltungstherapie"
Gesine Imhof
Gestaltungstherapeutin in der Oberbergklinik Weserbergland

Inhalt

Kunsttherapeutische Arbeit kann in Verbindung mit psychoedukativen Methoden Hilfe bei traumatischen Erfahrungen bieten. Traumatischen Erfahrungen sind einschneidende Ereignisse, die mit Extremen einhergehen. Die Ursachen dafür können sehr unterschiedlich sein und reichen von bewusst wahrgenommenen Ereignisse bis hin zu völlig unbewussten, in der Kindheit liegenden Ereignissen. Traumatisierte Menschen haben als Folge ihrer Traumata nicht greifbare Ängste, Schuldgefühle, Fremdheitsgefühle, Leeregefühle und viele andere Emotionen und haben oft Bilder von Abgründen, und beschreiben die traumatische Erfahrung als ein aus-dem-Leben-geworfen-werden oder aus-der-Welt-fallen. Im psychotherapeutischen Setting haben viele Patienten auf verbalem Wege oft nur einen schweren Zugang zu ihren Emotionen. Durch den Einsatz von kunst- und gestaltungstherapeutischen Methoden in der Therapie kann hier eine sehr sinnvolle Hilfe vermittelt werden, womit das Verstehen und das Verarbeiten des Traumatischen gefördert wird. Dadurch können die Patienten leichter kreative Lösungen erarbeiten, ihre Emotionen neu zuordnen und heilsame innere Gegenbilder entwickeln. Mit Hilfe der kreativen Methoden können Emotionen neu zugeordnet werden, Lösungsmodelle können individueller erarbeitet und heilsame innere Gegenbilder entwickelt werden. Dem Patienten wird es möglich werden, die traumatische Erfahrung zu integrieren und die damit verbundenen Emotionen zu regulieren.

Nach einer Einführung in die Kunst- und Gestaltungstherapie durch die Kunsttherapeutin Frau Gesine Imhof wird Dr. phil. Udo Baer (wissenschaftlicher Leiter der Zukunftswerkstatt therapie kreativ und des Instituts für soziale Innovationen) in dieser Fortbildung theoretische und praktische Grundlagen der Psychotraumatologie für die kunsttherapeutische Praxis in einer ganzheitlichen und ressourcenorientierten Sichtweise vorstellen. Im begleitenden Workshop sollen Erfahrungen mit der kunsttherapeutischen Vorgehensweise vermittelt werden.