Edda Gottschaldt

Dr. med. Edda Gottschaldt ist Fachärztin für Kinderheilkunde und Psychosomatische Medizin. Sie übernahm 1998 nach dem Unfalltod ihres Mannes Prof. Dr. Matthias Gottschaldt, dem Gründer der Oberbergkliniken, die Leitung der Klinikgruppe.

1998 gründete sie zum Gedenken an seine wissenschaftliche Pionierleistung die „Deutsche Suchtstiftung Matthias Gottschaldt“, jetzt Oberberg Stiftung. War der Auftrag der Stiftung zu Beginn, die Entstigmatisierung von Suchterkrankungen voranzutreiben, ist die Vision der Oberberg Stiftung heute die Integrale Heilkunst. Ergänzend gründete sie 2009 die Oberberg Akademie für Integrale Heilkunst. Diese erfüllt die Suche nach einer inneren Werteorientierung und ermöglicht, die Balance zwischen äußeren Anforderungen und inneren Ansprüchen wiederherzustellen.

Das besondere Verdienst von Frau Dr. Gottschaldt war es, nicht nur die Tradition und die hohe therapeutische Qualität der Arbeit in den Kliniken in unternehmerisch schwierigen Zeiten mit großem persönlichen Engagement erfolgreich aufrecht zu erhalten, sondern vielmehr durch innovative Ideen für eine stetige Weiterentwicklung des Therapiekonzeptes nach neuen Erkenntnissen zu sorgen. Unter ihrer Führung wurde das Konzept, welches trotz der ganzheitlichen Sichtweise auf einem pathogenetischen Modell beruhte, d.h., es ging darum, in der Behandlung krank machende Einflüsse zu erkennen, zu behandeln oder zu minimieren, um eine salutogenetische Sichtweise erweitert. Die Salutogenese stellt dabei den pathogenen Einflüssen die eigenen Abwehrkräfte und Ressourcen gegenüber, setzt auf innere Heilungskräfte und Resilienzfaktoren ansprechende Verfahren und spannt damit den Bogen von der Psychosomatik zu einer Integralen Heilkunst.

Edda Gottschaldt ist heute Mitglied des Aufsichtsrates der Oberberg GmbH. Sie ist Mutter und Großmutter. Sie lebt und arbeitet in Berlin.