Depressionen bei Kindern und Jugendlichen: Die Bandbreite an psychischen Erkrankungen bei jungen Menschen ist groß – genau wie die Zahl der Betroffenen. Aber ebenso groß sind auch die Behandlungsmöglichkeiten. Dabei steigen die Erfolgschancen, je früher die psychische Erkrankung erkannt und behandelt wird.  

Hier geht’s um dich. Deswegen sprechen wir mit dir und deiner Familie – und nicht nur über dich.

Hey!

Viele Kinder, Jugendliche, Adoptivkinder und deren Eltern, die den Weg zu uns in die Klinik finden, haben aufgrund von Krisen, schwierigen Lebenssituationen, psychischer Erkrankungen, gesundheitlichen Risiken oder traumatischen Erfahrungen eine Vielzahl von Problemen, die sie nicht mehr alleine bewältigen können. Die Kinder und Jugendlichen reagieren mit Überforderung und gesundheitlicher Beeinträchtigungen. Die entstehenden emotionalen und psychischen Störungen können sich ganz allmählich entwickeln oder plötzlich in Form einer akuten Krise auftreten.

 

In solchen und ähnlichen Fällen  bieten wir den Patienten kompetente Hilfe an. Kinder ab dem 5. Lebensjahr und Jugendliche bis 21 Jahre können bei uns aufgenommen werden. In unserer Abteilung bieten wir eine voll- oder teilstationäre Therapie an. Unsere fachärztliche kinder- beziehungsweise jugendpsychiatrische und psychotherapeutische Behandlung basiert auf den aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnissen und umfasst eine ausführliche Diagnostik, Information und Hilfestellung für Probleme und Fragen, die das Kind bzw. den Jugendlichen und dessen Eltern betreffen. Im Vordergrund unserer Arbeit steht der wertschätzende, respektvolle Umgang mit unseren Patienten und deren Angehörigen.

 

In der Klinik werden die jungen Patienten in altershomogene Gruppen, je nach Entwicklungsstand, behandelt. Auf der Station für Kinder bis zum Alter von 12 Jahren finden alle Gruppenbehandlungen und Aktivitäten zusammen statt – die Station verfügt über kindgerechtes Mobiliar und Spielzeug im Innen- und Außenbereich der Klinik. Auch für die beiden Stationen der Jugendlichen finden je nach Entwicklungsalter und Fähigkeiten spezifische pädagogische und therapeutische Angebote statt. Auf Basis des therapeutischen Konzepts, der erfahrenen und spezialisierten Mitarbeiter, der räumlich optimalen Bedingungen sowie der Betreuungssicherheit geht das Team individuell auf jede Altersgruppe ein. 

 

Wie läuft‘s bei uns?  

Wir wollen nicht über dich, sondern mit dir reden. Schließlich geht es um deinen Körper, deine Seele – um dein Leben.  

Lern uns und unsere Klinik ganz unverbindlich bei einem gemeinsamen Erstgespräch mit dir und deiner Familie kennen.   Du redest, wir hören zu. Erzähl uns von deinen Sorgen, Ängsten, von deiner Situation, stell Fragen so viel du willst und schau dir gerne unsere Klinik an.  So bekommst du einen ersten Eindruck von uns – und wir von dir. Nach dem Gespräch haben wir ein Gefühl dazu, ob eine Behandlung für dich hilfreich ist. Und wenn ja, welche der vielfältigen Therapieformen die beste ist. Das Wichtigste aber ist: Alle unsere Patienten sind freiwillig bei uns. 

 

Hier auf unserer Website findest du viele Informationen zu verschiedenen Krankheitsbildern, Therapien und kannst Selbsttests machen. Gerne schicken wir dir auch darüber hinaus Info-Materialien zu.  

 

So, nun zu den Details: 

Die Behandlung findet entweder voll- oder teilstationär statt. Was heißt das? 

 

Der Tagesablauf bei der vollstationären Behandlung teilt sich in Therapiestunden, Aktivitäten und Unterricht auf und du bleibst auch über Nacht bei uns. Aber mach dir keine Sorgen: Am Wochenende darfst du unter Berücksichtigung deiner individuellen Behandlungssituation nach Hause. Und natürlich können dich deine Eltern unter der Woche besuchen kommen. Du kannst auch regelmäßig mit ihnen telefonieren, genau wie mit deinen Freunden.  

 

Bei der teilstationären Behandlung besuchst du unsere Tagesklinik. Du kommst von Montag bis Freitag zu uns, nimmst an Therapiestunden und Aktivitäten teil und besuchst unsere Schule. Nachmittags fährst du dann wieder nach Hause. Egal, ob voll- oder teilstationär: Auf deinem Tagesplan stehen während deines Aufenthalts Einzel- und Gruppentherapien, aber auch Therapieangebote mit Tieren, Kunst und Musik, du gehst in unsere Schule und kannst an Sport- und Freizeitaktivitäten teilnehmen. 

 

Unser Team besteht aus kompetenten und sehr gut ausgebildeten Ärzten, Therapeuten, Pflegekräften und Erziehern. Sie alle haben ihre Fachgebiete und Aufgaben. Aber das Wichtigste ist: Sie alle sind Menschen, die dir helfen und dich unterstützen wollen. Menschen, die daran glauben, dass ihr gemeinsam eine Lösung für dein Problem finden könnt – und dass im besten Fall wieder alles in Ordnung kommt. 

Psychische Krankheiten bei Kindern und Jugendlichen

Etwa ein Fünftel* aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland sind psychisch auffällig – Tendenz steigend. Damit zählen seelische Erkrankungen zu den häufigsten Krankheiten bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland.  Ob Mobbing im Internet oder ein immenser Leistungsdruck, der bereits im Grundschulalter beginnt und sich im Studium fortführt: Die Gründe für diese Entwicklung sind vielfältig. Die steigenden Zahlen haben auch damit zu tun, dass dem Thema in der Gesellschaft mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird. Mit gutem Grund! Denn werden psychisch kranke Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene frühzeitig behandelt, steigen die Heilungschancen. Je nach Alter und Entwicklungsstand der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen stehen unterschiedliche Störungen und Erkrankungen im Vordergrund.  

 

Lesen Sie hier, welche psychischen Krankheitsbilder bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen am häufigsten vorkommen:

 

* Robert Koch-Institut, Studie zur "Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland" (KiGGS Welle 2) 

Ursachen Kranke Seele: Ursachen und Risikofaktoren

Gegen eine psychische Erkrankung ist niemand immun – es kann jeden treffen. Und doch sind besonders junge Menschen anfällig. Sie durchleben Situationen, die für sie eine außergewöhnliche Belastung darstellen und zugleich Risikofaktor für die psychische Gesundheit sind. Sie können bei bestimmten Voraussetzungen dazu führen, dass Heranwachsende Verhaltensauffälligkeiten oder psychische Probleme entwickeln, die sich zu einer psychischen Krankheit verstärken.

 

Die Ursachen und Risikofaktoren für psychische Erkrankungen bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind vielfältig: Für die einen ist es die Trennung der Eltern, die Einschulung, Mobbing im Internet oder der immense Leistungsdruck, der bereits im Grundschulalter beginnt und sich im Studium fortführt. Für andere ist es der Tod eines nahestehenden Menschen, sexueller Missbrauch oder Alkohol- und Drogenmissbrauch in der Familie. Und ebenso spielen körperliche Ursachen eine Rolle: Dazu zählen Veränderungen im Körper und auch neurobiologische  Veränderungen im Gehirn. Genetisch bedingte Faktoren können z.B. das Risiko einer psychischen Erkrankung erheblich beeinflussen.  

Symptome Psychische Störungen erkennen: Symptome und Warnzeichen

Gereizt, aggressiv, tieftraurig: Die meisten Kinder und Jugendlichen fallen irgendwann mal auf. Ihr Verhalten gilt es weder zu dramatisieren noch zu verharmlosen. Vielmehr ist ein genaues Hinsehen gefordert – von Eltern, Erziehern, Lehrern und Betreuern gleichermaßen.  

 

Aber Hinsehen alleine reicht nicht. Bei Anhaltspunkten für eine psychische Störung sollte professionelle Unterstützung hinzugezogen werden. Denn je früher die psychische Störung behandelt wird, desto höher sind die Heilungschancen. Ein Nichtstun aus Unwissenheit, Ignoranz oder Angst vor Stigmatisierung kann schwerwiegende Folgen haben.  

 

Die Symptome bei psychisch kranken Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen variieren je nach Störung und Alter. Mitunter entwickeln sie andere Symptome als Erwachsene – obwohl sie rein dem Namen nach an der gleichen psychischen Erkrankung leiden. So äußern sich beispielsweise Depressionen bei Kindern anders als bei Jugendlichen und die wiederum anders als bei Erwachsenen. Experten unterscheiden zwischen nach außen gerichteten Symptomen (z. B. Wutausbrüche) und nach innen gerichteten Symptomen (z. B. Alpträume).  

 

Bei folgenden Symptomen sollten Sie aufmerksam werden, das Verhalten des Kindes oder Jugendlichen genau beobachten und sich gegebenenfalls beraten lassen:

  • Selbstverletzendes Verhalten 
  • Konzentrationsschwierigkeiten 
  • Schlafstörungen und Alpträume  
  • Rückschritte in der Entwicklung (z. B. Bettnässen, Daumenlutschen) 
  • Hyperaktivität 
  • Laute ausstoßen, Blinzeln, Zucken, ständige Wort- oder Satzwiederholungen 
  • Antriebslosigkeit, Interessenlosigkeit 
  • Extremer Gewichtsverlust oder -zunahme 
  • Aggressives und gewalttätiges Verhalten 
  • Ängstlichkeit, Rückzug 
  • Resignation, Niedergeschlagenheit, Traurigkeit 
  • Zwanghaft wiederholte Handlungen 

Therapien und Behandlungskonzepte speziell für junge Menschen

Junge Menschen brauchen andere Behandlungsformen als Erwachsene – selbst wenn es um das gleiche Krankheitsbild geht. Daher bieten die Oberberg Fachkliniken zwei Kliniken mit jeweils unterschiedlichen Behandlungsschwerpunkten, die sich auf Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene spezialisiert haben: Die Fachklinik Konraderhof, die sich auf Kinder und Jugendliche zwischen fünf und 21 Jahren konzentriert und die Fachklinik Wasserschlösschen, die sich auf Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 21 Jahren fokussiert. Nähere Informationen finden Sie auch unter Fachklinik Konraderhof und Fachklinik Wasserschlösschen

 

Hier sind die therapeutischen Angebote auf junge Patienten zugeschnitten und in ein Behandlungskonzept eingebettet, das sich ganz an den Bedürfnissen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen orientiert. Wir erstellen individuelle Therapiepläne, die sich aus verschiedenen, aufeinander abgestimmten Elementen zusammensetzen. 

In den Kliniken erfolgt eine altersgerechte Einteilung der Patienten, eine Therapie ist sowohl stationär wie teilstationär möglich. Im Vordergrund unserer Arbeit steht der respektvolle, wertschätzende Umgang mit unseren Patienten – und ihren Eltern. Denn sie sind die Grundlage unseres Behandlungskonzepts, dass auf die Eltern-Kind-Arbeit ausgerichtet ist. Die Eltern unserer Patienten sind dabei ein aktiver Teil der Therapie. Sie können gegebenenfalls auch mit aufgenommen werden.  Alle Behandlungsschritte erfolgen in Absprache und mit Zustimmung der Eltern.  

 

Was uns besonders am Herzen liegt: Wo es um die Seele geht, bedarf es Schutz und Vertrauen. Deswegen legen wir großen Wert auf eine Atmosphäre, in der sich die jungen Menschen geschützt und aufgehoben fühlen. 

Bei Kindern und Jugendlichen ist die grundsätzliche Zielsetzung, mit einer fundierten und nachhaltigen Behandlung von psychischen Störungen die persönliche Weiterentwicklung zu ermöglichen und die Chronifizierung und so manches Leid im Erwachsenenalter zu verhindern. Die Familien haben wir dabei fest im Blick.
Dr. Andrea Stippel
Chefärztin Oberberg Fachklinik Konraderhof

Die wichtigsten Informationen zu einem Aufenthalt in unseren Kliniken

Lesen Sie hier, wer bei uns behandelt wird, wie wir arbeiten und wer behandelt, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt und weitere Informationen zu einem Aufenthalt in unseren Kliniken. 

  • Die Fachklinik Konraderhof in Hürth konzentriert sich auf Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 21 Jahren, die Fachklinik Wasserschlösschen in Mönchengladbach auf Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren. Die Behandlung ist stationär und teilstationär möglich. 
  • Neben der Therapie für Kinder und Jugendliche bieten wir in der Oberberg Fachklinik Wasserschlösschen ein spezielles Behandlungskonzept für junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 28 Jahren. 
  • Wenn eine stationäre Behandlung notwendig ist, kann jeder Patient bei uns aufgenommen werden, der privat krankenversichert ist, eine Beihilfe in Anspruch nehmen kann oder die Kosten selber trägt. Im Rahmen des sogenannten Kostenerstattungsverfahrens ist eine Kostenübernahme der gesetzlichen Krankenversicherung in bestimmten Fällen möglich - ausgenommen sind Entwöhnungsbehandlungen, bei denen die Rentenversicherungsträger Kostenträger sind. 
  • Vor, während und nach der Behandlung arbeiten wir in Abstimmung mit den Eltern und Patienten eng mit dem einweisenden Arzt oder Psychotherapeuten zusammen. Zur Unterstützung der sozialen, schulischen und beruflichen Wiedereingliederung erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit ambulant tätigen Therapeuten, Ämtern und Schulen.  
  • Wir behandeln das gesamte Spektrum der kinder- und jugendpsychiatrischen Krankheitsbilder. Eine Aufnahme erfolgt in der Regel nach einem ambulanten Vorgespräch.  
  • Diagnostik 
    Die Diagnostik zur Erfassung der oft komplexen Störungsmuster erfolgt bei uns aus mehreren Blickwinkeln, unter Einsatz moderner testpsychologischer Verfahren sowie mittels einer gründlichen pädiatrischen und neurologischen Untersuchung. Darauf basierend bieten wir je nach Voraussetzung und den individuellen Bedürfnissen eine konkret auf die Problematik bezogene Psychotherapie an. Sie besteht aus verschiedenen Modulen und bezieht auch die Familie mit ein. 

  • Therapie 
    Unser Therapieangebot ist differenziert auf die verschiedenen Lebensphasen der Patienten zugeschnitten. Für jedes Kind, jeden Jugendlichen und jungen Erwachsenen wird ein ganz individueller Therapieplan erstellt, der zahlreiche Elemente enthält, die aufeinander abgestimmt sind. Sie werden in Einzeltherapie und/oder in der Gruppe angeboten. 

  • Unterricht 
    Für Patienten, die zur Schule gehen, besteht die Möglichkeit, je nach Krankheitsbild und -verlauf, unterstützenden Unterricht zu erhalten. Er erfolgt in kleinen Gruppen oder als Einzelunterricht und wird mit den Lehrern der Heimatschule abgestimmt. Auf Wunsch und bei ausreichender Stabilität kann auch der Besuch einer geeigneten Schule in der Nähe der Klinik organisiert werden.  

  • Tagesklinik 
    Das Programm der teilstationären Behandlung in den Tageskliniken beginnt für Jugendliche und junge Erwachsene montags bis freitags am Morgen. Es endet nach den therapeutischen Behandlungen. Die Abende und Wochenenden werden zu Hause bei der Familie verbracht.  

Die Therapie für unsere jungen Patienten bezieht verschiedene Ansätze mit ein und ermöglicht dadurch eine individuelle Behandlung. Wir bieten Einzel-, Gruppen- und Familientherapie so wie viele weitere Verfahren unter aktivem Einbezug der Eltern unserer Patienten. Zudem kommen  Elemente der Systemischen Familientherapie und Hilfen zur Wiedereingliederung in den Alltag zum Einsatz. Folgende Einzeltherapie-Formen setzen wir dabei ein: 

 

  • Kognitive Verhaltenstherapie 
    Die Kognitive Verhaltenstherapie ist eine Behandlung, bei der die Hilfe zur Selbsthilfe im Vordergrund steht. Problematische Verhaltensweisen, Denkmuster und Einstellungen werden aufgedeckt, um diese dahingehend zu verändern, dass sie sich positiv auf das Wohlbefinden auswirken und die Symptome der Erkrankung abklingen. 

  • Lösungsorientierte Kurzzeittherapie 
    Bei der lösungsorientierten Kurzzeittherapie sollen positive Veränderungen in komplexen Situationen auf Basis kleiner Schritte erzielt werden. Nicht die Frage, wie es ist oder dazu kam, wird fokussiert, sondern was den Unterschied zwischen besser und schlechter ausmacht. Statt des theoretisch umfassenden Verstehenwollens zählt das konkrete Handeln. 

  • Systemische Therapie 
    Innerhalb der Systemischen Therapie werden Zusammenhänge und Beziehungen zwischen Personen in einer Gruppe als Grundlage für psychische Beschwer-den und interpersonelle Konflikte betrachtet. Der aus der Familientherapie entwickelte Ansatz arbeitet lösungs- und nicht problemorientiert. Den Schwer-punkt bildet die Eigeninitiative des Patienten.  

  • Tiefenpsychologische Psychotherapie 
    Bei dieser Form der Therapie wird durch Empathie, Wertschätzung und Authentizität eine Atmosphäre geschaffen, die es dem Patienten ermöglicht, sich selbst und seine Emotionen kennenzulernen und in einem geschützten Raum seine Erfahrungen unverzerrt auszudrücken. Hierdurch wird das Selbstwert-gefühl gestärkt, eine reifere Konfliktbewältigung ermöglicht und die natürliche Tendenz zur Selbstaktualisierung freigesetzt. 

  • Therapie von Essstörungen 
    Bei der Therapie von Essstörungen geht es zuerst um die Linderung der offensichtlichen Symptome und darum den Betroffenen ihre Erkrankung bewusst zu machen. Denn erst wenn Essstörungen als solche erkannt und akzeptiert werden, sind die Patienten in der Lage, therapeutisch daran zu arbeiten, zu einem „gesunden“ Gewicht zurückzufinden und ihr Essverhalten nachhaltig zu normalisieren. Gemeinsam mit unseren Patienten entwickeln wir effiziente Strategien, die einen Rückfall in alte Essverhaltensmuster zuverlässig verhindern sollen.  

    Im Rahmen unseres Behandlungsschwerpunktes Essstörungen bieten wir – integriert in unser multimodales Behandlungskonzept – störungsspezische Behandlungsbausteine an. Der Behandlungsschwerpunkt richtet sich an alle Patientinnen und Patienten aus dem Spektrum der Essstörungen 
    - Anorexia Nervosa 
    - Bulimia Nervosa 
    - Binge Eating Disorder 
    - Sonstige Essstörungen 

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Ergänzende Therapieverfahren für Körper, Geist und Seele 

 

Die Oberberg Fachkliniken arbeiten ganzheitlich und sehen den Menschen in all seinen Facetten. Aus diesem Grund sind ergänzende Therapieverfahren ein wichtiger Baustein unserer Behandlung. Das hat den Vorteil, dass der junge Mensch in seiner seelischen, geistigen und körperlichen Gesamtheit angesprochen wird. 

  • Ergotherapie 
    Über die aktive Betätigung mit verschiedenen Materialien findet eine bewusste Auseinandersetzung mit den eigenen Fähigkeiten und Ressourcen statt. Mittels einer großen Palette kreativer und handwerklicher Angebote werden vorhandene Kompetenzen gestärkt und verlorene wiederentdeckt, was die Handlungsfähigkeit im Alltag stärkt. 

  • Kunsttherapie 
    Mithilfe künstlerischer Materialien wie Farbe, Pappe oder Ton kommen Gefühle, Gedanken, Stimmungen oder Erfahrungen zum Ausdruck. Nicht das ästhetische Ergebnis, sondern der gestalterische Prozess als ein entlastender und spannungslösender Vorgang steht im Vordergrund. Die Selbsterkenntnis wird vertieft, die Selbstheilung angeregt und das Selbst-bewusstsein gefördert. 

  • Entspannungsverfahren 
    Autogenes Training dient einer veränderten und vertieften Wahrnehmung des eigenen Körpers. Imaginative Verfahren nutzen die eigene Vorstellungskraft, um Verhaltensmöglichkeiten einzuüben. Progressive Muskelrelaxation führt durch willentliche An- und Entspannung bestimmter Muskelgruppen in einen Zustand tiefer Entspannung des ganzen Körpers. 

  • Bewegungstherapie 
    Bewegungstherapie hilft dabei, körperliche, psychische oder soziale Beeinträchtigungen mithilfe von Sport zu überwinden. Sie ist nicht auf Leistungssport ausgerichtet, sondern soll Kinder und Jugendliche aktivieren und ihre Selbstwahrnehmung fördern. 

  • Tiergestützte Therapie 
    Durch den gezielten Einsatz eines Tieres werden positive Auswirkungen auf das Erleben und Verhalten erzielt. Das Therapiepaar Mensch und Tier fungiert dabei als Einheit. Emotionale Nähe, Wärme und unbedingte Anerkennung durch das Tier sind die therapeutischen Elemente. 

  • Multifamilientherapie 
    Bei der Multifamilientherapie handelt es sich um die gleichzeitige Behandlung von mehreren Familien mit ähnlichen Problemen in einer Gruppe. Ziel ist es dabei, dass in einer angstfreien Gruppenatmosphäre die für die betroffene Familie selbst nicht nutzbaren Erfahrungen den anderen Familien helfen können.

  • Das Behandlungsteam 
    Während des Aufenthalts in unseren Stationen für Kinder- und Jugendpsychiatrie wird jeder Patient über die gesamte Zeit von einem Behandlungsteam betreut, dass sich aus erfahrenen Mitarbeitern zusammensetzt und für Fragen und Hilfestellungen immer zur Verfügung steht. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen fachlichen Bereichen bietet dabei eine optimale Voraussetzung für die Betreuung des Kindes oder des Jugendlichen und dessen Eltern.  

  • Unsere Ärzte und Therapeuten 
    Unser Team aus hervoragend qualifizierten Fachärzten unterschiedlicher Gebiete und approbierten Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten bietet eine optimale Voraussetzung für die fachärztliche kinder- und jugendpsychiatrische Behandlung unserer Patienten.  

  • Unser Pflegepersonal 
    Im Team des Pflege- und Erziehungsdienstes sind alle Mitarbeiter für pflegerische und pädagogische Tätigkeiten geschult. Das medizinisch-therapeutische Team besteht aus Kinderkrankenpflegern und Krankenpflegern. Das pädagogisch-therapeutische Team setzt sich aus Diplom-Sozialarbeitern, Heilerziehungspflegern und Erziehern zusammen. 

  • Unser Servicepersonal 
    Das Gefühl, in unserer Klinik gut aufgehoben zu sein, ist eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung. Dafür sorgen auch unser freundliches Empfangsteam, ein engagiertes Küchen- und Serviceteam sowie das Verwaltungspersonal. 

Als Ergänzung zu unserer ärztlichen und pflegerischen Versorgung bieten wir unseren Patienten und deren Eltern bei einem stationären und teilstationären Aufenthalt in unseren Kliniken dort Hilfe an, wo persönliche oder soziale Probleme im Zusammenhang mit der Erkrankung auftauchen.  Bei unserer sozialen Beratung geht es insbesondere um Gespräche mit den Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern sowie die Planung der persönlichen Perspektiven nach dem Klinikaufenthalt.  

 

Wenn ein Einbezug des Sozialdienstes überlegt wird, wird dies im Rahmen der Behandlung gemeinsam mit unseren Patienten und deren Eltern behutsam erarbeitet.  

Unsere Kliniken Zwei Kliniken, ein Ziel: Jungen Menschen Raum für Ihre Entwicklung geben

Die Oberberg Fachkliniken Konraderhof und Wasserschlösschen sind auf die Behandlung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsen spezialisiert. Ihr Behandlungskonzept orientiert sich an den Bedürfnissen junger Menschen und umfasst sowohl spezielle therapeutische Angebote als auch eine altersgerechte Ausstattung der Kliniken. Machen Sie sich hier ein erstes Bild.  

 

Die Oberberg Fachklinik Konraderhof

Die Oberberg Fachklinik Wasserschlösschen

  • Unsere Patienten 
    Aufgenommen werden Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von fünf bis 21 Jahren. 

  • Unsere Klinik 
    Für die Oberberg Fachklinik Konraderhof wurde ein ehemaliger Bauernhof umgebaut und durch weitere Gebäude ergänzt. Da sie über drei Häuser verfügt, ist es möglich, die Kinder und Jugendlichen nach Alter in Gruppen aufzuteilen. 

    Im vollstationären Bereich stehen 39 Behandlungsplätze zur Verfügung, der teilstationäre Bereich verfügt über bis zu zehn Behandlungsplätze. Im modernisierten Altbau befinden sich die Arzt- und Therapieräume. Die drei großzügigen Flachbauten beherbergen die ebenerdig angelegten und jeweils mit einer Terrasse ausgestatteten Einzel- und Doppelzimmer für unsere Patienten, Räume für Gruppentherapie und die Tagesklinik. Darüber hinaus gibt es eine eigene Schule, um die Wiedereingliederung ins Alltagsleben zu erleichtern. 

    Viel Abwechslung mit Sport, Spiel und Entspannung bietet das zur Klinik gehörende, 20.000 Quadratmeter große Grundstück. Es ist mit einer großzügigen Gartenanlage, einem Kräutergarten, einem Sportplatz, einem Bouleplatz und einer Turnhalle ausgestattet. Für jüngere Kinder steht auf der Kinderstation ein Snoozle-Raum zur Verfügung. Um ihren speziellen Bedürfnissen gerecht zu werden, gibt es für sie auch besondere Spielangebote.

  • Behandlungsschwerpunkte
    - Essstörungen 
    - Eltern-Kind Interaktionsstörungen 
    - Schulabsentismus 
    - Angststörungen 
    - Zwangsstörungen 
    - Depressionen 

  • Chefärztin 
    Dr. med. Andrea Stippel 
    Fachärztin für Kinder- und Jugend-psychiatrie und -psychotherapie, 
    Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie 

    Dr. Stippel hat sich nach Stationen an den Unikliniken für Erwachsenenpsychiatrie und -psychotherapie in Bonn und Köln aufgrund ihres Interessenschwerpunkts „Persönlichkeitsentwicklung und emotionale Regulation“ dem Fach der Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychosomatik und -psychotherapie zugewandt. Sie begann in den Rheinischen Kliniken in Bonn und war anschließend viele Jahre an der Uniklinik in Köln tätig, wo sie ihre vielfältigen Ausbildungen über die gesamte Lebensspanne der Patienten nutzte und die Familie als Ganzes in den Mittelpunkt der Behandlung stellen konnte. 

Zur Klinik

  • Unsere Patienten
    In unserer Oberberg Fachklinik Mönchengladbach nehmen wir Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 21 Jahren auf. Neben der Therapie für Kinder und Jugendliche bieten wir am Standort Mönchengladbach ein spezielles Behandlungskonzept für junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 28 Jahren. 

  • Unsere Klinik 
    Im vollstationären Bereich verfügt unsere Klinik über acht Behandlungsplätze. Zudem sind auch Therapien im Rahmen unserer Tagesklinik möglich, die bis zu sechs Behandlungsplätze bietet. Alle Zimmer verfügen über ein eigenes Bad und sind hochwertig eingerichtet. Die großzügigen Aufenthalts- und Therapieräume haben einen direkten Zugang zum parkähnlichen Garten, der das Gebäude umgibt.  

    Sämtliche Mahlzeiten basieren auf einer gesundheitsbewussten, vollwertigen Frischeküche.  Mittag- und Abendessen werden im historischen Rittersaal eingenommen, das Frühstück wird mit den Patienten gemeinsam individuell auf der Abteilung gestaltet. 

    Zu den zahlreichen Freizeitaktivitäten zählen unter anderem Ausflüge in ein Freizeit- und Hallenschwimmbad, Besuche eines Klettergartens und einer nahe gelegenen Skihalle sowie Minigolf und Bogenschießen. Die anliegenden Städte laden zum Shopping und zu Kinobesuchen ein. In unmittelbarer Umgebung gibt es zahlreiche Reitställe. Für Ausfahrten stehen Fahrräder zur Verfügung.

  • Behandlungsschwerpunkte
    - Angststörung 
    - Depression 
    - Borderline und andere Persönlichkeitsstörungen 
    - Stress- und Traumafolgestörungen (inkl. PTBS) 
    - Zwangsstörungen 

  • Chefärztin 
    Dr. med. Ewa Cionek-Szpak 
    Fachärztin für Kinder- und Jugend-psychiatrie und -psychotherapie, Systemische Familientherapeutin 

    Dr. Cionek-Szpak leitet die Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie am Standort Mönchengladbach. Ihre klinischen Erfahrungen sammelte sie therapieschulenübergreifend in Kliniken in Aschaffenburg, Berlin und Düsseldorf, darunter als oberärztliche Leitung verschiedener klinischer Bereiche an den Universitätskliniken Düsseldorf und Essen. Sie verfügt über Zusatzqualifikationen und Weiterbildungen in der Systemischen Familientherapie, der dialektisch-behavioralen Therapie und der Schematherapie und ist neben ihrer klinischen Tätigkeit als Weiterbildungsdozentin für Ärzte und Psychologen tätig. 

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