Oberberg Tagesklinik Kurfürstendamm

Schematherapie und Sucht

Veranstaltungsort
Oberberg Tagesklinik Berlin Kurfürstendamm
Kurfürstendamm 216
10719 Berlin

Datum

Samstag, 25. Juni 2022, 09:00 - 16:30 Uhr

Anmeldung
Zur Onlineanmeldung klicken Sie bitte HIER

Dozent
Bastian Willenborg

Kosten
250 €

CME-Punkte
CME-Punkte sind bereits beantragt

Veranstalter
Veranstalter ist die Oberberg Tagesklinik Berlin Kurfürstendamm in Kooperation mit dem IST-B

Inhalt

Zielgruppe
Entsprechend den Richtlinien der Internationalen Gesellschaft für Schematherapie (ISST) ist die Eingangsvoraussetzung für die Teilnahme an diesem Kurs eine Approbation als psychologische oder ärztliche PsychotherapeutIn bzw. die Einbindung in eine Ausbildung mit dem Ziel der Approbation. PsychotherapeutInnen in Ausbildung dürfen ebenfalls an dem Workshop teilnehmen (ermäßigt: 200,00 €) und den Kurs für die Zertifizierung anrechnen lassen. Bei Fragen zu den Eingangsvoraussetzungen wenden Sie sich gerne direkt an uns.

 

Ziele
In diesem Workshop werden allgemeine schematherapeutische Basisstrategien zur Behandlung der komorbiden Suchterkrankung bei PatientInnen mit Persönlichkeitsstörungen vermittelt. Speziell wird hierbei auch auf die Arbeit mit dem Modus-Modell und die verschiedenen modusspezifischen Interventionen eingegangen.

 

Inhalte
Die Schematherapie ist ein integrativer Behandlungsansatz. Dysfunktionale Schemata werden in der Schematherapie als psychologische Konstrukte verstanden, welche individuelle Annahmen über das Selbst, die Umwelt und andere Menschen beinhalten. Als eine der wichtigsten Weiterentwicklungen dieses transdiagnostischen Ansatzes ist sicherlich der „Schema-Modus-Ansatz“ zu nennen. Ein Schemamodus ermöglicht die Konzeptualisierung intensiver emotionaler Zustände bei Aktivierung auch mehrerer Schemata. Mit der Möglichkeit zur Konzeptualisierung auch mehrerer aktiver Schemata kann die Schematherapie vor allem zur Behandlung von PatientInnen mit Persönlichkeitsstörungen und komplexen chronischen Schwierigkeiten genutzt werden. Vor dem Hintergrund der hohen Komorbidität von Suchterkrankungen bei Betroffenen mit Persönlichkeitsstörungen und chronisch psychischen Erkrankungen erscheint es sinnvoll, spezifische Therapieangebote in der Behandlung von Suchterkrankungen vorzuhalten. Diese Betroffenen nutzen stoff- sowie nichtstoffgebundenes Suchtverhalten häufig zur Emotionsregulation, welches dann im Rahmen des schematherapeutischen Ansatzes gut behandelt werden kann. Zudem ist die Schematherapie gut mit etablierten Verfahren wie dem „motivational interviewing“ kombinierbar. In diesem Workshop werden allgemeine schematherapeutische Basisstrategien vermittelt. Im weiteren Verlauf sollen dann unterschiedliche Suchtverhaltensweisen den unterschiedlichen Modi zugeordnet werden, um diese optimal ins Modus-Modell integrieren zu können. Dies ist dann die Grundlage um im weiteren Verlauf modusspezifische Interventionen durchführen zu können. Diese werden im Rahmen des Workshops demonstriert. Vorwissen im schematherapeutischen Ansatz ist vorteilhaft, aber nicht notwendig.

 

Methoden

  • Unterricht mit Handouts
  • Fallbeispiele (eigene Beispiele der TeilnehmerInnen sind erwünscht)
  • Videobeispiele
  • Rollenspiele

Bitte beachten Sie, dass aufgrund der hohen Inzidenzen und zum Schutz aller TeilnehmerInnen bei unseren Kursen bis auf weiteres die 2G+ Regelung gilt. Sie benötigen einen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis (beides in digitaler Form) sowie einen tagesaktuellen, negativen Schnelltest. Gerne kann auch vor Ort ein durch uns zur Verfügung gestellter Selbsttest durchgeführt werden (Stand 09.12.2021).