Therapie

Rationale Akzeptanz: Zu Beginn der Therapie muss der Patient lernen, seine Sucht als bleibende Eigenschaft zu akzeptieren. Dabei fokussiert sich die Behandlung zunächst auf die individuelle Krankheit und deren Folgen. Ein besonderer Fokus sind hierbei die quälenden Scham- und Schuldgefühle, die mit der Suchtentwicklung einhergehen.

Emotionale Akzeptanz: Grundlagen für ein zukünftiges eigenverantwortliches Leben werden erarbeitet. Dafür muss der Patient selbstkritisch wahrnehmen, welche bislang unbewussten Erlebnisweisen, Beziehungsmuster und Reaktionsbereitschaften seines Emotionalen Profils seinen konkreten Handlungen zu Grunde liegen.

Achtsame Akzeptanz: Zusätzlich ermöglicht die intensive Therapie die Suchtbehandlung in die Persönlichkeitsentwicklung hineinzuführen. Notwendig hierfür sind ein Innehalten, Übungen der Stille sowie eine achtsame Wahrnehmung des tiefsten Wesens und seiner Essenz. Dieser Paradigmenwechsel von der reinen Außensicht zu einer das Individuum würdigenden Innenschau ermöglicht eine "ansteckende" Gesundheit.

Im letzten Drittel der Behandlung werden die Partner und andere wichtige Bezugspersonen hinzugezogen (Co-Abhängigkeit). Die Nachsorge, bestehend aus ambulanter Psychotherapie und Selbsthilfegruppen, z.B. Oberbergselbsthilfegruppen, wird verbindlich vereinbart.