Fachklinik Rhein-Jura Burnout

Mit diesen 10 Tipps wird Ihr Sommerurlaub wirklich zur Erholung

Sommerurlaub – das ist für die meisten die schönste Zeit des Jahres. Dementsprechend groß ist die Vorfreude. Doch genau diese Erwartungen machen die Vorbereitungszeit und den Urlaub oft zum Stressfaktor. Wir haben 10 Tipps für Sie vorbereitet, mit denen Ihr Sommerurlaub garantiert zum Erfolgsfaktor wird.

 

1. Gelassenheit walten lassen

„Ein Marathonläufer rennt 42 Kilometer, er denkt aber erst mal an einen gelungenen Start und nicht an die Kilometer, die noch vor ihm liegen. Genauso sollte man sich auf den Moment konzentrieren und nicht daran denken, was noch alles zu erledigen ist“, rät Priv.-Doz. Dr. med. Andreas Jähne, Ärztlicher Direktor und Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie an der Rhein-Jura Klinik. Betrachten Sie also zum Beispiel das Packen nicht als lästige Pflicht, sondern erledigen Sie gelassen einen Punkt nach dem anderen.

 

2. Raum für Spontaneität lassen

Wer seinen Urlaub perfekt durchplanen will, setzt sich gehörig unter Druck. Wenn Sie nicht unbedingt eine Wüstentour durch die Sahara machen, können Sie vieles vor Ort regeln. Damit sparen Sie Zeit und Nerven. Wer unbeschwert bleibt, hat mehr vom Urlaub.

 

3. Verantwortung teilen

Laden Sie nicht die gesamte Verantwortung für den Sommerurlaub auf Ihre Schultern, beziehen Sie Ihre Familie mit ein! Kinder können kleine Aufgaben erledigen, die ihnen Spaß machen. „Gemeinsames Planen und Organisieren verbindet. Zudem ist es eine gute Chance, Zusammengehörigkeitsgefühl und Kommunikation in der Familie oder Partnerschaft zu stärken“, so Jähne.

 

4. Erschöpfung erkennen

Schieben Sie nicht alle Urlaubsvorbereitungen auf den letzten Arbeitstag. Dadurch gerät man unter Druck und die Anreise beginnt mit Stress und Hektik. Packen und Planen Sie die Urlaubsroute beispielsweise schon ein paar Tage vorher. Machen Sie langsamer, wenn Sie sich überfordert fühlen. Symptome für Überforderung sind:

 

  • Reizbarkeit
  • Innere Unruhe
  • Schlaf- und Konzentrationsschwierigkeiten

 

Machen Sie die Vorbereitungszeit und die Anreise zu einem Teil des Urlaubs: entspannt und ausgeruht anzukommen, spart Urlaubszeit. Lassen Sie sich genug Zeit für die Fahrt, Sie müssen nicht mitten in der Nacht aufstehen und viele Stunden am Stück durchfahren, um ein bisschen früher anzukommen. „Wer statt relaxten Strandtagen den Super-Aktivurlaub mit durchgedrücktem Gaspedal plant, kommt erschöpft und ausgebrannt wieder zuhause an“, so Jähne. Setzen Sie sich und andere nicht unter Druck und räumen Sie der Entspannung Priorität ein!

 

5. Zeit zum Ankommen nehmen

Urlaub soll eine Auszeit vom Alltag sein. Diese Umstellung muss allerdings erst einmal verarbeitet werden: eingespielte Routinen fallen weg, Familie und Partner verbringen deutlich mehr Zeit miteinander als gewohnt. Gönnen Sie sich und Ihren Lieben ausreichend Zeit, um in die neue Situation zu finden.

 

6. Freiräume zugestehen

Auch wenn Sie im Urlaub am liebsten alles nachholen möchten, was Sie und Ihre Familie im Alltag verpassen – setzen Sie sich nicht unter Leistungsdruck! „Es geht beim Zusammensein nicht um Quantität, sondern um Qualität. Jeder sollte seine Zeit selbst bestimmen dürfen. Auch dann wenn man vielleicht nicht nachvollziehen kann, was die pubertierenden Kinder unter Urlaub verstehen“, sagt Jähne.

 

7. Offline gehen

Im Alltag sind wir immer online und erreichbar. Smartphone, Tablet, Laptop & Co. regieren unser Leben. „Das ständige Checken und Versenden von Sms und E-Mails, der Blick auf unsere Facebookseite ist für die meisten schon fast ein Reflex. Doch wer dauernd in der virtuellen Welt unterwegs ist, verpasst die Gegenwart“, so Jähne. Schalten Sie Handy und andere Geräte ab, um wirklich zu Entspannen. Finden Sie von den sozialen Netzwerken wieder zum sozialen Miteinander!

 

8. Die Welt mit neuen Augen sehen

Die meisten Gedanken, die man hat, sind dieselben wie gestern oder vergangene Woche. Nutzen Sie den Urlaub, um die Welt mit neuen Augen zu sehen: brechen Sie durch einen achtsamen Atemzug oder einen bewusst wahrgenommenen Sonnenuntergang aus dem Strom des gewohnheitsmäßigen Denkens aus! Entdecken Sie die tiefe Schönheit dieses Augenblickes, sehen Sie „mit dem Herzen“. Momente der Verbundenheit – ob mit unseren Mitmenschen oder mit der Natur – sind es, die einen Urlaub unvergesslich machen.

 

9. Kraft in den Alltag mitnehmen

Malen, Surfen, Fotografieren oder gemeinsam mit der Familie kochen – im Urlaub empfinden wir es als Wohltat, unseren Interessen nachzugehen. Am liebsten würden wir solche Aktivitäten über den Urlaub hinaus beibehalten. „Das Scheitert meistens daran, dass wir uns zu viel vornehmen. Greifen Sie sich eine Sache heraus und halten Sie daran fest! Wer zum Beispiel im Urlaub gerne Fahrrad gefahren ist, kann im Alltag zur Arbeit radeln und so ein kleines Stück Urlaubsgefühl mitnehmen“, sagt Jähne.

 

10. Bis zuletzt genießen

Auch wenn wir alle wissen, dass der Rückreisekoffer schneller gepackt ist als der Hinreisekoffer: Nehmen Sie die Abreise nicht vorweg! Es kostet wertvolle Ferienzeit, sich bereits Tage vorher mit der Abfahrt und dem bevorstehenden Alltag zu befassen. „Das Meer bleibt bis zur letzten Minute so wunderschön blau wie am ersten Tag. Bleiben Sie auch noch am letzten Tag Ihrer Ferien offen für schöne Momente!“, rät Jähne.