In diesem Lexikon finden Sie viele der Fachbegriffe erklärt, die in den Texten auf unserer Webseite benutzt werden.
Das Oberberg Lexikon soll eine Orientierungshilfe sein und hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die allgemeinen Informationen können und sollen Ihren Arzt nicht ersetzen, da nur er die individuelle Situation Ihrer Gesundheit beurteilen kann.
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Die Begriffe sind alphabetisch sortiert. Klicken Sie den Buchstaben des von Ihnen gesuchten Begriffes an und Sie werden zum entsprechenden Lexikoneintrag geführt.
A
- Achtsamkeit
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Achtsamkeit ist die beabsichtigte Lenkung der Aufmerksamkeit auf die Gegenwart d.h. auf den aktuellen Moment, auf die gegenwärtige Erfahrung, ohne diese zu werten. Achtsam mit sich umgehen meint eine wohlwollende Selbstfürsorge der Patienten, z.B. "nein-sagen" lernen und liebevoll mit sich selbst umgehen.
- Aktive Innenschau
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Die aktive oder bewusste Innenschau hat zum Ziel, sich selbst und seine Eigenheiten zu erfahren und zu erkennen (sein Emotionales Profil). Im Mittelpunkt steht die Frage: "Wie geht es mir?" Diese Frage wird anhand des von Matthias Gottschaldt entwickelten Oberberg-Befindlichkeitsbogen erhoben. Er konfrontiert den Patienten mit Fragen, die an sich einfach, in der aktuellen Situation jedoch meist schwierig zu beantwortenden sind: "Was fühle ich momentan?", "Was könnte dieses Gefühl ausgelöst haben?", "Was hat mich heute emotional besonders berührt?" und "Warum hat es mich heute besonders berührt?"
- Ausweg
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Viele Menschen in krisenhaften Situationen suchen nach Auswegen. Eine Therapie kann Auswege aufzeigen. Patienten sind häufig "außer sich" wenn sie zur Therapie kommen. In verschiedenen Schritten lernen sie "zu sich zu kommen" und die eigene Situation zu reflektieren. Wenn Patienten "zu sich gekommen sind" und "bei sich bleiben" war die Therapie erfolgreich.
- Autogenes Training
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Autogenes Training wurde vom Berliner Nervenarzt Johannes H. Schultz entwickelt. Es ist in Deutschland die wohl bekannteste Entspannungstechnik. Sie wird meistens in Gruppen-, zum Teil in Einzelsitzungen und unter Anleitung eines Arztes oder Psychologen erlernt. Bei jeder Übung wird versucht mit Hilfsformeln in einem bestimmten Teil des Körpers einen Entspannungszustand hervorzurufen. Damit kann Stress abgebaut und das vegetative Nervensystem entspannt werden.
Ä
- Ärztegesundheit
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Die Oberbergkliniken sind spezialisiert auf die Behandlung von Ärztinnen und Ärzten. In Zusammenarbeit mit Ärztekammern entwickelte der Gründer der Oberbergkliniken, Prof. Dr. med. Matthias Gottschaldt, ein Curriculum für abhängige Ärzte. Es zielt nicht strafend, sondern unterstützend auf die berufliche Wiedereingliederung von Ärztinnen und Ärzten ab, die unter einer Substanzabhängigkeit leiden und deswegen berufliche Konsequenzen fürchten müssen.
B
- Bodyscan nach Kabat Zinn
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Der Molekularbiologe Jon Kabat-Zinn hat 1979 ein Training entwickelt, das sich auf Gesundungsprozesse bei verschiedenen (stressbedingten) Erkrankungen konzentriert. Dazu zählen Herz-Kreislauferkrankungen, Depressionen, chronische Schmerzerkrankungen, psychosomatische oder Suchtkrankheiten. Seine Methode ist die Stressbewältigung durch Achtsamkeit. Sie basiert auf dem buddhistischen Prinzip. Hier wird „achtsam sein“ erzielt, indem Ruhe und Stabilität durch bewusstes Atmen in den Augenblick hinein gebracht und nichts gewertet wird. Der Body-Scan ist eine etwa 30 Minuten dauernde Übung, die jede Körperregion atmend und aufmerksam auf Verspannungen „abtastet“. Laut Kabat-Zinn erlangen wir so einen klareren Eindruck davon, was in und mit uns vorgeht.
(Kabat-Zinn, Jon: Stressbewältigung durch die Praxis der Achtsamkeit; Arbor Verlag, 1999)
C
- Chronifizierungstendenz
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Wenn akute oder vorübergehende Erkrankungen zu einem dauerhaften Zustand führen, spricht man von einer Chronifizierung.
- Co-Abhängigkeit
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Co-Abhängigkeit findet statt, wenn Bezugspersonen eines Suchtkranken durch Handeln oder Unterlassen die Sucht aufrecht erhalten.
- CT
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CT ist die Abkürzung für Computertomografie. Dabei handelt es sich um eine Weiterentwicklung des klassischen Röntgenverfahrens. Statt im Ergebnis nur eine Aufnahme zu haben, wird beim CT vom Computer Schicht für Schicht aufgenommen. Am Ende können die einzelnen Körperschichten ohne Überlagerungen dargestellt werden. Wenn notwendig, kann auch diese Zusatzuntersuchung in Kooperation mit Arztpraxen durchgeführt werden, um eine Diagnose der somatischen und psychosomatischen Erkrankungen zu stellen.
E
- EEG
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EEG, Abkürzung für Elektroenzephalografie, ist eine Methode, mit der die Aktivität des Gehirns gemessen und aufgezeichnet wird. Eine eingehende somatische Diagnostik mit körperlicher Untersuchung, Labortests, EKG, EEG, Sonographien (Ultraschall) bildet die Grundlage der Aufnahmeuntersuchungen in den Oberbergkliniken.
- Emotionales Profil
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Jeder Mensch hat ein eigenes einzigartiges Emotionales Profil gleich dem Fingerabdruck. Es entsteht im Laufe des Lebens. Ab der Geburt entwickelt sich, ausgehend von geerbten Grundlagen, individuell verschieden und durch das Erleben von emotional wirksamen Erfahrungen nach und nach eine emotionale Struktur. Die Arbeit am Emotionalen Profil ist der Kern des Oberbergmodells. Dahinter steckt das Wissen, dass ein sachliches Verständnis der Krankheit und rationale Akzeptanz der Krankheit nicht ausreichen, um langfristig mühelos abstinent und gesund zu leben. Der Schlüssel liegt im Zugang zu seinen eigenen Emotionen und einer emotionalen Akzeptanz der Krankheit.
- Ernährungsmedizin
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Die Ernährungsmedizin nutzt aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse der menschlichen Ernährung zur Prävention, Heilung und Linderung von Krankheiten. Ernährungsphysiologische Erkenntnisse werden in den Oberbergkliniken ernährungstherapeutische angewendet. Auf Basis einer ernährungsmedizinisch optimalen Versorgung können Patienten die in der Psychotherapie erlernten Elemente kognitiv verarbeitet werden.
G
- Gestaltungstherapie
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In gestalterischer Arbeit kann sich der Mensch neu erfahren. Im Rahmen der Gestaltungstherapie wird das kreative Potenzial der Patienten geweckt und genutzt, um ohne die Schranken der rationalen und intellektuellen Abwehr Unbewusstes zu Tage treten zu lassen. Standortabhängig werden Materialien wie Ton, Farben, Stein, Eisen, Holz eingesetzt.
I
- Individuelle Essenz
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Die individuelle Essenz bezieht sich im Wesentlichen auf das Emotionale Profil.
- Integrale Heilkunst
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Integralität bedeutet die umfassende Sicht auf das Ganze. Es ist die Einbeziehung von wissenschaftlichem Denken und spirituellen Einsichten. Integralität umfasst traditionelle und moderne, westliche und östliche Methoden und unterscheidet nicht zwischen Außen- und Innenwelt oder Beobachter und Objekt. Heilkunst bezeichnet die Arbeit mit Menschen, mit dem Ziel, inne wohnende Potentiale zu erkennen und zu aktivieren jenseits von Bewertung oder Verurteilung. Ein integrales Verständnis erweitert die traditionell eher rationale Betrachtungsweise auf die Außenwelt um meditative und intuitive Bewusstseinsprozesse. Hier wird der ganze Mensch gefordert.
- Interpersonelle Therapie
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Bei interpersonellen Elementen liegt der Schwerpunkt auf der Veränderung zwischenmenschlicher Beziehungen. Der intensive Austausch mit anderen Menschen – Therapeuten und Mitpatienten (Gruppentherapie) – trainiert neues Beziehungsverhalten. Wir helfen unseren Patienten, ihre Beziehungen zu sich und anderen Menschen besser zu verstehen, sich zu öffnen und aktiv zu gestalten.
K
- Kognitive Elemente
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Der Begriff "kognitiv" stammt aus der Psychologie und bezeichnet Funktionen des Menschen, die mit Wahrnehmung, Lernen, Erinnern und Denken, sprich der menschlichen Erkenntnis- und Informationsverarbeitung in Zusammenhang stehen.
- Körperorientierte Therapie
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In der Körpertherapie wird die Selbstwahrnehmung des Körpers auch in der Begegnung geschult. Der Körper wird in der Bewegungstherapie neu erlebt.
N
- NMR
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NMR ist die Abkürzung für Kernspinresonanzspektroskopie, abgeleitet vom englischen Begriff "nuclear magnetic resonance". Wenn notwendig kann auch diese Zusatzuntersuchung in Kooperation mit Arztpraxen durchgeführt werden um eine Diagnose der somatischen und psychosomatischen Erkrankungen zu stellen.
O
- Oberbergmodell
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Kern unseres Oberbergmodells ist ein intensives schulenübergreifendes Therapiekonzept mit täglichen 50-minütigen Einzel- und 100-minütigen Gruppengesprächen, die unter anderem tiefenpsychologische, verhaltens- und familientherapeutische Elemente beinhalten. Im Rahmen dieser intensiven Therapie ist es möglich, individuell auf die Sorgen, Nöte und das Krankheitsbild jedes einzelnen Patienten einzugehen.
P
- Panik
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Wiederkehrende Angst- und Panikzustände, verhindern den "normalen" Alltag und haben eine behandlungsbedürftigen Krankheitswert.
- Pathogenese
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Die Pathogenese beschreibt die Entstehung einer physischen oder psychischen Erkrankung oder den Verlauf eines krankhaften Prozesses bis zu einer Erkrankung.
- Progressive Muskelentspannung
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Bei der progressiven Muskelentspannung (PMR), progressive Relaxation (PR) oder Tiefenmuskelentspannung nach Edmund Jacobson handelt es sich um ein Verfahren, bei dem durch die willentliche und bewusste An- und Entspannung bestimmter Muskelgruppen ein Zustand tiefer Entspannung des ganzen Körpers erreicht werden soll. Dabei werden nacheinander die einzelnen Muskelpartien in einer bestimmten Reihenfolge zunächst angespannt, die Muskelspannung wird kurz gehalten, und anschließend wird die Spannung gelöst. Die Konzentration der Person wird dabei auf den Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung gerichtet und auf die Empfindungen, die mit diesen unterschiedlichen Zuständen einhergehen. Ziel des Verfahrens ist eine Senkung der Muskelspannung unter das normale Niveau aufgrund einer verbesserten Körperwahrnehmung. Mit der Zeit soll die Person lernen, muskuläre Entspannung herbeizuführen, wann immer sie dies möchte.
- Psychiatrie
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Psychiatrie bzw. Psychiater bedeutet wörtlich "Seelenarzt", eine Zusammensetzung aus griechisch Psyche (Seele) und Iatrós (Arzt).
- Psychosomatik
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Psychische Erkrankungen können sich auch auf den Körper verlagern und zum Symptom werden. Umgekehrt können auch körperliche Erkrankungen zum psychischen Störungen führen. Psychosomatik vereint Seele (Psyche) und Körper (Soma) und behandelt beide Krankheitsbereiche, um ein Gleichgewicht wieder herzustellen.
- Psychotherapie
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Psychotherapie ist die Lehre von der Behandlung der Psyche. Verschiedene anerkannte Therapieverfahren werden in den Oberbergkliniken schulenübergreifend angewendet. Zu diesen gehören u.a. tiefenpsychologische Therapie, verhaltenstherapeutische Verfahren, Gruppentherapien, körperorientierte Therapien, gestaltende Therapien, achtsamkeitsbasierte Verfahren, Entspannungsverfahren, ernährungsmedizinische Therapien.
R
- Rückfallbehandlung
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Patienten, die abstinent waren und dann doch rückfällig werden, können sich eine stationären Rückfallbehandlung unterziehen. Im Verlauf einer Rückfallbehandlung steht die Analyse des Rückfalls, die so genannte Bedingsanalyse im Vordergrund. Einem nassen (Substanzrückfall) Rückfall gehen oft mehrere trockene Rückfälle voraus, in dessen Vorfeld es oft zur Wiederaufnahme schädlicher alter Verhaltensmusster gekommen ist. Im Rahmen der Rückfallbehandlung entscheidet sich der Patient wieder für ein Abstinenzvorhaben, dass er mit Hilfe der Therapie einhalten kann. Die Phasen sind gekennzeichnet durch Trockenheit, nüchterne Abstinenz und letztlich zufriedene Abstinenz.
S
- Salutogenese
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Salutogenese heißt übersetzt soviel wie "Gesundheits-Entstehung". Der Begriff wurde vom Medizin-Soziologen Aaron Antonovsky (1923-1994) geprägt und ist ein Leitgedanke im Konzept der Integralen Heilkunst an den Oberbergkliniken. Er lenkt den Fokus weg von der Frage nach den Ursachen einer Krankheit (Pathogenese) hin zur Erhaltung, Förderung und Entwicklung von Gesundheit. Nach dem Modell der Salutogenese ist nicht Homöostase, also Gleichgewicht, sondern Homöodynamik, also Wandlung und Veränderung, das bestimmende Element der menschlichen Existenz. Nachhaltige Gesundung ist ein kontinuierlicher Prozess, bei dem Krankheitssymptome gleichzeitig Hinweise für den Gesundungsprozess und die Heilung sind.
- Selbstmedikation
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Selbstmedikation bedeutet, dass sich ein Patient selbst mit Arzneimitteln behandelt. Das können sowohl verschreibungsfreie als auch verschreibungspflichtige Medikamente sein. Aus gesundheitlicher und ärztlicher Perspektive kann die Selbstmedikation kritisch betrachtet werden.
- Sexsucht
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Sexsucht oder Hypersexualität ist ein außer Kontrolle geratenes gesteigertes sexuelles Verlangen, das klassischen Anzeichen für Sucht wie Kontrollverlust, Besessenheit oder auch die Benutzung von Sex als Schmerzmittel aufweist.
- Slip und lapse
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Ein Slip oder Lapse nach A. Marlatt ist ein kurzfristiger Rückfall, d.h. einmaliger Suchtmittelkonsum eines Stoffes ohne Rückfalldynamik, für den im Vorfeld eine Abstinenzabsicht bestand. Es handelt sich in der Regel nicht um eine strategisch geplante oder gezielte Handlung.
- Sonografie
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Sonografie ist in der Umgangssprache auch als "Ultraschall" bekannt. In den Oberbergkliniken erfolgt eine Sonografie von Abdomen und Schilddrüse in der Aufnahmeuntersuchung.
- Stress
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Stress ist nicht per se ungesund, das konnte mehrfach wissenschaftlich belegt werden. Er kann sowohl Kreativität als auch Wohlbefinden positiv beeinflussen. Täglicher Stress in Maßen kann ohne Probleme abgebaut werden. Ungesund wird er erst, wenn chronische Überforderungen und Dauerstress auftreten. Diese können zu psychischen Leiden führen. (Dauer-)Stress sorgt dafür, dass im Hippocampus, dem Belohnungssystem, Mechanismen angefeuert werden, die diesen Teil des Gehirns schrumpfen lassen. Das innere Belohnungssystem funktioniert nicht mehr, da gute Erfahrungen nicht mehr gespeichert werden können. Bei der Behandlung von psychischen Leiden geht es darum, diese Fähigkeit wieder bewusst zu trainieren. Bewegung, gesunde Ernährung, Achtsamkeit und Meditation sind in diesem Zusammenhang nicht einfach «gesundheitsfördernde Faktoren». Sie sind wichtige Bestandteile der Oberberg-Therapie, die hormonelle Prozesse im Körper positiv beeinflussen und die Selbstheilungskräfte aktivieren.
V
- Verhaltenstherapeutisches Vorgehen
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Im verhaltenstherapeutischen Vorgehen steht die Hilfe zur Selbsthilfe für den Patienten im Mittelpunkt. Nachdem der Patient Einsicht in Ursachen und Entstehungsgeschichte seiner Probleme erhalten hat, werden ihm Methoden angeboten, mit denen er zukünftig besser zurecht kommt. Das heißt, neue Verhaltensmuster werden als sinnvoll erkannt und trainiert.
W
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